Brüssel/Straßburg, 16 Juni 2026

Das EU-Parlament hat am Mittwoch in Straßburg über das umstrittene EU-Abschiebegesetz abgestimmt, das unter anderem die Einrichtung von Rückführzentren außerhalb der Europäischen Union erlaubt.

Hintergrund: Rückführzentren in Drittstaaten

Das vor einem Jahr von Migrationskommissar Magnus Brunner (ÖVP) präsentierte Gesetz ermöglicht schnellere und effizientere Rückführungen von Menschen aus Drittstaaten, die sich illegal in der EU aufhalten. Die neue Regelung ist eines der Kernprojekte der Kommission von Ursula von der Leyen. Sie ergänzt den EU-Asyl- und Migrationspakt, der seit 12. Juni in Kraft ist. Mit der Verordnung können künftig auch Rückführzentren in Drittstaaten errichtet werden, in denen abgelehnte Asylbewerber untergebracht werden sollen, deren Herkunftsländer eine Rücknahme verweigern.