Brüssel, 03 September 2026
Die EU-Mitgliedstaaten haben sich auf eine neue Bearbeitungsgebühr für günstige Online-Warensendungen aus Drittländern geeinigt, um die wachsende Flut von Billigpaketen einzudämmen.
Die Einigung sieht vor, dass auf jedes direkt in die EU eingeführte Paket mit einem Warenwert von unter 150 Euro eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr erhoben wird. Damit reagiert die EU auf die stark gestiegenen Sendungsvolumina großer Online-Plattformen, deren Geschäftsmodell auf niedrigen Preisen und schnellen Lieferungen beruht. Die Maßnahme soll den Wettbewerbsnachteil europäischer Händler verringern und die Zollbehörden entlasten.
Ziel ist es laut den Befürwortern, gleiche Wettbewerbsbedingungen herzustellen, da Waren aus dem Nicht-EU-Raum bislang unterhalb der Zollfreigrenze weitgehend unbürokratisch in den Binnenmarkt gelangen. Kritiker argumentieren jedoch, dass die Gebühr am Ende von den Verbraucherinnen und Verbrauchern getragen wird und kleinere Online-Händler gegenüber großen Plattformen benachteiligt.
