Bei einem informellen Treffen in Nikosia haben die EU-Außenminister am Donnerstag die Ernennung eines Sondergesandten für mögliche Friedensverhandlungen mit Russland abgelehnt und sich stattdessen auf die Ausarbeitung einer gemeinsamen Strategie verständigt.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnte die Mitgliedstaaten eindringlich davor, sich in Personalfragen zu verlieren. „Es ist eine Falle, in die Russland uns locken will“, sagte Kallas mit Blick auf die öffentliche Diskussion über mögliche Kandidaten. Der Kreml könne dann auswählen, wer ihm genehm sei.

Putin brachte Schröder ins Spiel

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuvor den früheren deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder als möglichen europäischen Vertreter ins Spiel gebracht. Schröder, 82, gilt wegen seiner Nähe zum Kreml in europäischen Hauptstädten als untragbar. Der italienische Außenminister Antonio Tajani stellte klar: „Dieser Entscheid obliegt Europa, nicht Mister Putin.“