Nach dem Tod eines vierjährigen Mädchens aus Österreich in einem italienischen Hotel an der Adriaküste ermittelt die Staatsanwaltschaft Ravenna zu den Umständen des Vorfalls.

Was geschah am Tag des Vorfalls?

Nach dem Tod eines vierjährigen Mädchens aus Österreich in einem Hotel in Italien hat die Staatsanwaltschaft Ravenna Ermittlungen eingeleitet. Das Kind war in einer Hotelanlage in der Region der Adriaküste ums Leben gekommen, wie die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf italienische Justizkreise berichtete.

Den bisherigen Ermittlungsergebnissen zufolge hatte die Familie des Mädchens am Nachmittag gemeinsam zu Mittag gegessen. Anschließend habe die Mutter sich mit den beiden älteren Schwestern in das Hotelzimmer begeben, während der Vater mit der Vierjährigen in der Lounge beziehungsweise im Aufenthaltsbereich des Hotels blieb.

Wie aus den Ermittlungen hervorgeht, habe der Vater das Mädchen vor dem Gang in das Zimmer gebeten, auf ihn zu warten. Er selbst habe sich anschließend für etwa zehn Minuten in den Aufenthaltsbereich begeben. In diesem Zeitraum kam es nach derzeitigem Stand der Ermittlungen zu dem Vorfall.

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Ravenna

Nach dem Auffinden des Kindes wurde medizinische Hilfe angefordert. Das Mädchen konnte dennoch nicht mehr gerettet werden und verstarb noch am Ort des Geschehens. Die genauen Umstände des Todes sind bislang nicht abschließend geklärt.

Die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Ravenna führt die Ermittlungen und hat eine Obduktion angeordnet. Diese soll am Mittwoch durchgeführt werden und soll Klarheit über die genaue Todesursache sowie den Ablauf des Geschehens bringen.

Der Vorfall ereignete sich laut APA in einer Hotelanlage in Milano Marittima, einem bekannten Badeort an der Adriaküste in der Provinz Ravenna. Die Region ist insbesondere bei italienischen und europäischen Urlaubsfamilien ein beliebtes Reiseziel.

Ort des Geschehens an der Adriaküste

Die zuständigen italienischen Behörden stehen nach Angaben aus Justizkreisen in Kontakt mit den österreichischen Konsularbehörden, um die Familie des Kindes zu betreuen und notwendige Schritte zu koordinieren.

Die Polizei sicherte Spuren im Hotelbereich und befragte Angestellte sowie mögliche Zeugen des Vorfalls. Auch die Eltern des Mädchens wurden laut APA von den Ermittlern befragt.

Reaktionen und weiteres Vorgehen

Italienische Medien berichten über den Fall zurückhaltend und verweisen auf die laufenden Ermittlungen. Spekulationen über die genaue Todesursache werden von Seiten der Staatsanwaltschaft bislang nicht kommentiert.

Mit Blick auf den bevorstehenden Sommerreiseverkehr an der Adriaküste hat der Vorfall in der Region Betroffenheit ausgelöst. Lokale Behörden verwiesen darauf, dass die Ermittlungen mit höchster Sorgfalt geführt würden.

Bis zum Abschluss der Obduktion und weiterer kriminaltechnischer Untersuchungen gilt die Unschuldsvermutung. Die Staatsanwaltschaft Ravenna kündigte an, nach Vorliegen der Ergebnisse des Gerichtsmediziners weitere Informationen zur Verfügung stellen zu wollen.