Im Zuge von Ermittlungen gegen acht Justizbedienstete der Justizvollzugsanstalt Rheinbach haben Polizeikräfte am Dienstagmorgen die Haftanstalt sowie acht Wohnungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz durchsucht; NRW-Justizminister Benjamin Limbach ordnete umgehend landesweit verschärfte Taschenkontrollen für das Gefängnispersonal an.
Den Angaben zufolge stehen acht Beschäftigte der JVA Rheinbach – fünf Männer und drei Frauen im Alter zwischen 28 und 59 Jahren – im Verdacht, gegen Bezahlung Mobiltelefone und Drogen in die Anstalt geschleust und an Gefangene übergeben zu haben. Wie der Bonner Polizeisprecher Michael Beyer mitteilte, richten sich die Ermittlungen wegen Delikten im Amt zudem gegen aktuelle und frühere Inhaftierte der Einrichtung. Die Durchsuchungen begannen am Dienstag um 7:30 Uhr; nach Polizeiangaben waren rund 60 Einsatzkräfte an der Aktion beteiligt.
