Der ehemalige philippinische Polizeichef Ronald dela Rosa hat öffentlich seine unmittelbar bevorstehende Festnahme verkündet und sich im Senat des Landes eingeschlossen.
Der ehemalige philippinische Polizeichef Ronald dela Rosa hat auf Facebook seine bevorstehende Festnahme angekündigt.
Der ehemalige philippinische Polizeichef Ronald dela Rosa hat öffentlich seine unmittelbar bevorstehende Festnahme verkündet und sich im Senat des Landes eingeschlossen.
Der 64-jährige Ronald dela Rosa, der unter dem früheren Präsidenten Rodrigo Duterte als Polizeichef den blutigen "Krieg gegen Drogen" leitete, hatte auf Facebook seine unmittelbar bevorstehende Festnahme angekündigt. Die Ankündigung löste in den Philippinen erhebliche Aufmerksamkeit aus, da dela Rosa eine Schlüsselfigur in der umstrittenen Anti-Drogen-Kampagne war, die international scharf kritisiert wurde.
Dela Rosas Rolle in der damaligen Regierung brachte ihm sowohl Unterstützung als auch massive Vorwürfe ein. Unter seiner Führung wurden tausende Verdächtige ohne Gerichtsverfahren getötet, was zu Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag führte. Die aktuelle Entwicklung deutet darauf hin, dass die juristischen Konsequenzen seiner Handlungen nun unmittelbar bevorstehen könnten.
Die Ankündigung dela Rosas, sich im Senat zu verschanzen, wirft Fragen nach den genauen Gründen und der rechtlichen Grundlage für die drohende Festnahme auf. Bislang gibt es keine offizielle Stellungnahme der philippinischen Regierung unter Präsident Ferdinand Marcos Jr. zu den Vorgängen. Beobachter vermuten jedoch, dass die internationalen Ermittlungen des IStGH eine Rolle spielen könnten.
Der Schritt, Schutz im Senat zu suchen, ist ungewöhnlich, aber nicht ohne Präzedenzfall in den Philippinen. Politische Akteure haben in der Vergangenheit ähnliche Maßnahmen ergriffen, um sich vor juristischen Verfolgungen zu schützen. Ob dela Rosa damit tatsächlich einer Festnahme entgehen kann, bleibt abzuwarten. Die Situation könnte sich zu einem weiteren politischen Krisenmoment entwickeln, der die bereits angespannten Beziehungen zwischen der aktuellen Regierung und den Anhängern Dutertes weiter belastet.