Ein ehemaliger hoher russischer Finanzverantwortlicher hat öffentlich davor gewarnt, dass den Banken in Russland aufgrund massiver Bargeldabhebungen in Milliardenhöhe ernsthafte Probleme drohen.
„Für einige Banken ist das wirklich ein Problem. Sie haben nicht damit gerechnet und das ganze Geld woanders investiert. Trotzdem kommen die Leute und heben jeden Monat eine halbe Billion Rubel ab“, sagte der ehemalige Spitzenbeamte. Die Aussage wurde am 19.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet und ist Ausdruck einer wachsenden Nervosität in der russischen Bevölkerung.
Die geschilderten Abflüsse summieren sich demnach auf etwa 500 Milliarden Rubel pro Monat. Diese Größenordnung übersteigt die Liquiditätspuffer, die viele Institute für einen kurzfristigen Mittelabfluss vorhalten. Da ein Teil der Einlagen längerfristig am Kapitalmarkt oder in Form von Krediten gebunden ist, kann ein unerwarteter Ansturm die Zahlungsfähigkeit einzelner Banken akut gefährden.
