Der wegen Völkermords an muslimischen Bosniern um Srebrenica und weiterer Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilte frühere Generalstabschef der bosnischen Serben, Ratko Mladić, ist tot, wie ein UN-Vertreter bestätigte.
Das Urteil von 2017
Mladić wurde 2017 vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) in Den Haag schuldig gesprochen. Das Gericht verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Völkermords an Muslimen rund um Srebrenica, Verfolgung von Zivilisten, Zwangsumsiedlung, Terror, rechtswidriger Angriffe auf Zivilisten, Ausrottung und Mord, Abschiebung und unmenschlicher Handlungen. Zudem wurde er für unrechtmäßige Angriffe auf Sarajevo sowie die Geiselnahme von UN-Soldaten verurteilt.
