In der Demokratischen Republik Kongo sind bei dem aktuellen Ebola-Ausbruch mittlerweile mehr als 900 Verdachtsfälle gezählt worden und die Zahl der Todesopfer ist stark auf 204 gestiegen.
Nach Angaben der kongolesischen Regierung vom Sonntagabend sind seit Beginn des Ausbruchs 204 Erkrankte gestorben – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vortag. Damals waren gut 30 Todesfälle und mehr als 100 zusätzliche Infektionen weniger gemeldet worden.
Von den insgesamt über 900 Verdachtsfällen wurden nach Angaben der Behörden bisher 91 Infektionen im Labor bestätigt. Zehn dieser bestätigten Fälle verliefen tödlich. Die Dunkelziffer dürfte wegen der erschwerten Bedingungen vor Ort deutlich höher liegen.
WHO warnt: Epidemie ist den Helfern einen Schritt voraus
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich äußerst besorgt. Bei einem virtuellen Austausch mit afrikanischen Gesundheitsministern sagte ein WHO-Vertreter: "Wir stehen vor einem äußerst ernsten und schwierigen Ausbruch." Er fügte hinzu: "Es wird erst noch schlimmer werden, bevor es besser wird." Man tue alles, um Ausrüstung in die betroffene Region zu bringen und die Eindämmungsmaßnahmen voranzubringen. "Doch derzeit ist die Epidemie uns noch einen Schritt voraus", so der WHO-Sprecher.
