Die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle in der Demokratischen Republik Kongo ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf über 900 gestiegen, während die Zahl der Todesopfer auf 204 anstieg und sich der Ausbruch auf Uganda ausweitet.
Die kongolesische Regierung meldete am Sonntagabend 204 Todesfälle seit Beginn des Ausbruchs. 91 Infektionen wurden laborbestätigt, zehn davon mit tödlichem Ausgang.
Der aktuelle Ausbruch wird durch den seltenen Virus-Typ Bundibugyo verursacht, für den es weder einen Impfstoff noch eine Therapie gibt. Das Virus wurde erst spät identifiziert, weil ein Labor in Bunia nahe der ugandischen Grenze den Erreger zunächst nicht nachweisen konnte.
Ausbreitung nach Uganda
In Uganda bestätigten die Gesundheitsbehörden am Montag zwei neue Ebola-Fälle, die mit dem Ausbruch im Osten Kongos in Verbindung stehen. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in Uganda auf sieben.
Die beiden neuen ugandischen Fälle sind Mitarbeiter einer Privatklinik in der Hauptstadt Kampala. Zuvor war eine aus dem Kongo eingereiste Frau positiv getestet worden, die dort wegen Unterleibsbeschwerden behandelt worden war und dann zurückreiste.
