Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Freitag einen internationalen Gesundheitsnotstand aufgrund des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo ausgerufen, während ein kongolesischer Passagier in Montreal von einem Flug in die USA abgewiesen wurde.

Der aktuelle Ausbruch des seltenen Bundibugyo-Typs des Ebola-Virus hat bereits 670 Verdachtsfälle und 160 Todesfälle im Kongo verursacht. Die WHO schätzt, dass die tatsächliche Zahl der Fälle deutlich höher liegt, da der Ausbruch zunächst unentdeckt blieb.

In Uganda wurden fünf bestätigte Fälle gemeldet, darunter eine Frau aus dem Kongo, die mit leichten Symptomen nach Uganda gereist war. Die ugandische Regierung kündigte an, alle Flüge in den Kongo innerhalb der nächsten 48 Stunden auszusetzen.

Die USA haben Reisebeschränkungen für Personen aus Ebola-gefährdeten Gebieten verhängt. Ein kongolesischer Passagier wurde in Montreal von einem Air-France-Flug nach Detroit abgewiesen, obwohl er keine Symptome zeigte.

Reisebeschränkungen und Flugabweisungen

Die Provinz Ituri im Osten des Kongos ist besonders stark betroffen. Die Region leidet unter Armut, Vertreibung und mangelndem Zugang zu medizinischer Versorgung.

Die WHO warnt vor einem sehr hohen Risiko einer landesweiten Ebola-Epidemie im Kongo. Dies ist bereits der 17. registrierte Ebola-Ausbruch im Land seit 1976.

Besonders betroffene Regionen

Der neuerliche Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo verschärft die ohnehin prekäre Lage vieler Familien in Ostafrika dramatisch.

Besonders betroffen ist die Provinz Ituri im Osten des Landes, wo Armut, Vertreibung und fehlender Zugang zu medizinischer Versorgung den Alltag vieler Menschen prägen.

Herausforderungen im Gesundheitswesen

Die Behandlung von Ebola-Patienten im Kongo ist derzeit unzureichend. Es fehlt an medizinischer Ausrüstung, Betten und lokalen Laboren.

Blutproben müssen 1700 Kilometer nach Kinshasa geflogen werden, um getestet zu werden. Gesundheitsarbeiter im Kongo operieren unter extrem schwierigen Bedingungen.

Internationale Reaktionen

Bewaffnete Milizen greifen im Kongo manchmal Gesundheitszentren und -personal an. Organisationen fordern mehr Schutz für Helfer, einschließlich UN-Friedenstruppen.

Die Caritas Österreich hat zu Spenden für dringend benötigte Nothilfe in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen aufgerufen.