Kinshasa, Demokratische Republik Kongo, 18. Mai 2026
Innerhalb weniger Tage eskalierte ein neuer Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda zu einem internationalen Gesundheitsnotfall, wobei die verzögerte Erkennung und die US-Reaktion infrage gestellt werden.
Verzögerte Erkennung und rasche Eskalation
Die ersten Meldungen über den Ausbruch wurden am 15. Mai veröffentlicht, doch bereits zwei Tage später stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Situation als „öffentlichen Gesundheitsnotfall internationaler Tragweite“ ein. Laut aktuellen Daten gab es bis zum 18. Mai mindestens 88 Todesfälle und über 330 Verdachtsfälle.
Boghuma Titanji, Infektionsmedizinerin an der Emory University, äußerte Bedenken: „Mein erster Eindruck war, dass dies eine außergewöhnlich hohe Zahl von Todesfällen und Verdachtsfällen für einen neuen Ausbruch ist.“ Sie vermutet, dass das Virus bereits seit Wochen unerkannt zirkulierte: „Mein erster Instinkt war, dass dies schon seit ein paar Wochen im Gange ist und einige Zeit brauchte, um identifiziert zu werden.“

