Drägerwerk hebt nach starkem Halbjahr Prognose für operative Marge an
Lübeck, 13. Juli 2026
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Kurzfassung
Der Lübecker Medizintechnikkonzern Drägerwerk hat im ersten Halbjahr 2026 seinen Umsatz um 7,7 Prozent gesteigert und das operative Ergebnis mehr als verdreifacht. Das Unternehmen hob daraufhin das untere Ende seiner EBIT-Margenprognose für 2026 an.
Der Lübecker Medizintechnik- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk AG & Co. KGaA hat am 13. Juli 2026 vorläufige Halbjahreszahlen vorgelegt, die einen deutlichen Umsatzanstieg und ein mehr als verdreifachtes operatives Ergebnis ausweisen.
Drägerwerk AG & Co. KGaA veröffentlichte die vorläufigen Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026 am 13. Juli 2026 nach Börsenschluss aus Lübeck, wie das Lübecker Unternehmen am Montag nach Börsenschluss mitteilte. Der deutsche Medizintechnikkonzern Drägerwerk hat im ersten Halbjahr 2026 seinen Umsatz gesteigert und das operative Ergebnis mehr als verdreifacht. Die endgültigen Zahlen für das erste Halbjahr will die Firma am 30. Juli veröffentlichen.
Umsatz und operatives Ergebnis legen deutlich zu
Der Umsatz von Dräger ist im ersten Halbjahr 2026 auf Basis vorläufiger Berechnungen währungsbereinigt um 7,7 Prozent (nominal: 6,2 Prozent) gestiegen. Mit rund 1.603 Mio. Euro lag er etwa 93 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (6 Monate 2025: 1.510,2 Mio. Euro). Auch währungsbereinigt stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten um 7,7 Prozent auf rund 1,603 Milliarden Euro.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte auf rund 64 Millionen nach 20,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Damit hat sich das operative Ergebnis im Jahresvergleich mehr als verdreifacht.
Die Bruttomarge des Konzerns erhöhte sich auf rund 46,6 Prozent (2. Quartal 2025: 43,8 Prozent). Die Funktionskosten legten um 3,6 Prozent auf rund 681 Mio. Euro zu (6 Monate 2025: 656,9 Mio. Euro), blieben damit aber deutlich unter dem Umsatzwachstum.
Auftragseingang in der Medizintechnik unter Vorjahr
In der Medizintechnik ging der Auftragseingang währungsbereinigt um 3,7 Prozent (nominal: -5,4 Prozent) auf rund 956 Mio. Euro zurück (6 Monate 2025: 1.010,8 Mio. Euro). Bereinigt um diesen Auftrag wäre der Auftragseingang in der Medizintechnik im ersten Halbjahr 2026 ungefähr stabil geblieben. Wesentlicher Grund hierfür war das hohe Vorjahresniveau: Im zweiten Quartal 2025 hatte Dräger einen Großauftrag für Krankenhausinfrastruktursysteme aus Mexiko erhalten.
Sicherheitstechnik mit kräftigem Plus
In der Sicherheitstechnik legte er währungsbereinigt deutlich um 9,5 Prozent (nominal: 8,8 Prozent) auf rund 791 Mio. Euro zu (6 Monate 2025: 727,2 Mio. Euro). Der Bereich profitierte damit von einer deutlich gegenläufigen Entwicklung im Vergleich zur Medizintechnik.
Angesichts der florierenden Geschäfte hob Drägerwerk das untere Ende seiner Prognosespanne für die EBIT-Marge im Gesamtjahr an. Erwartet wird nun eine operative Umsatzrendite von 5,5 bis 7,5 Prozent nach zuvor 5,0 bis 7,5 Prozent. Das Unternehmen sprach in der Überschrift der Ad-hoc-Mitteilung von einem positiven Ergebnisausblick.
Angehobener Ausblick und anstehende Termine
Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das im Kleinwerteindex SDAX gelistete Unternehmen einen Rekordumsatz von rund 3,48 Mrd. Euro erzielt. Das im Kleinwerteindex SDAX gelistete Unternehmen ist zudem im TecDAX notiert und an mehreren europäischen Börsenplätzen handelbar.
Drägerwerk AG & Co. KGaA ist unter der Adresse Moislinger Allee 53-55, 23558 Lübeck, Deutschland, registriert. Die Aktien sind unter den ISINs DE0005550602 und DE0005550636 (Vorzugsaktien) sowie den WKNs 555060 und 555063 (Vorzugsaktien) auffindbar. Indizes: SDAX, TecDax / Börsen: Regulierter Markt in Düsseldorf, Frankfurt (Prime Standard), Hamburg, Hannover, München, Stuttgart, Tradegate BSX; London, Aquis, Stockholm, BX, SIX, Wiener Börse.
Die Ad-hoc-Meldung wurde über den Nachrichtendienst der EQS Group verbreitet (EQS News ID: 2365118 13.07.2026 CET/CEST). Der Halbjahresfinanzbericht 2026 wird am 30. Juli 2026 veröffentlicht, also rund zweieinhalb Wochen nach den vorläufigen Eckdaten.
Insgesamt zeigen die vorläufigen Halbjahreszahlen 2026 für Drägerwerk einen zweigeteilten Trend: Während die Medizintechnik unter dem Wegfall eines mexikanischen Großauftrags aus dem Vorjahr litt, konnte die Sicherheitstechnik deutlich zulegen. Beim Konzern insgesamt überwogen jedoch das starke Umsatzwachstum und der überproportionale Anstieg des EBIT.
Fragen & Antworten
Wie hat sich der Umsatz von Drägerwerk im ersten Halbjahr 2026 entwickelt?
Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 7,7 Prozent (nominal 6,2 Prozent) auf rund 1.603 Millionen Euro, nach 1.510,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Halbjahresfinanzbericht 2026 wird am 30. Juli 2026 veröffentlicht.
Warum hat Drägerwerk seine EBIT-Margenprognose für 2026 angehoben?
Angesichts der florierenden Geschäfte hob Drägerwerk das untere Ende seiner Prognosespanne für die EBIT-Marge im Gesamtjahr an. Erwartet wird nun eine operative Umsatzrendite von 5,5 bis 7,5 Prozent nach zuvor 5,0 bis 7,5 Prozent.
Weshalb ist der Auftragseingang in der Medizintechnik gesunken?
In der Medizintechnik ging der Auftragseingang währungsbereinigt um 3,7 Prozent (nominal -5,4 Prozent) auf rund 956 Millionen Euro zurück, weil Dräger im zweiten Quartal 2025 einen Großauftrag für Krankenhausinfrastruktursysteme aus Mexiko erhalten hatte. Bereinigt um diesen Auftrag wäre der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2026 ungefähr stabil geblieben.
Drägerwerk H1 2026: Umsatzplus und höhere EBIT-Marge | nachrichten360