DFB-Team trifft in Toronto auf die Elfenbeinküste: ZDF überträgt das zweite Gruppenspiel live
Toronto, 20 Juni 2026
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Kurzfassung
Am Samstagabend trifft die deutsche Nationalmannschaft in Toronto im zweiten Gruppenspiel der WM 2026 auf die Elfenbeinküste. Das ZDF überträgt die Partie ab 22 Uhr live im Free-TV, Kommentator ist Oliver Schmidt. Mit einem Sieg wäre das Weiterkommen ins Achtelfinale bereits gesichert.
Toronto, 20 Juni 2026
Die deutsche Fußballnationalmannschaft bestreitet am Samstag um 22 Uhr deutscher Zeit (Ortszeit Toronto) ihr zweites Gruppenspiel bei der WM 2026 gegen die Elfenbeinküste, das ZDF überträgt die Partie live im Free-TV.
Die deutsche Auswahl reist nach dem 7:1-Auftaktsieg gegen Curaçao mit breiter Brust nach Kanada. In Winston-Salem im US-Bundesstaat North Carolina bereitete sich das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann auf die Partie vor, ehe es am Spieltag nach Toronto weiterreiste. Schon im Auftaktmatch hatte der DFB keine Mühe, den WM-Neuling aus der Karibik deutlich zu distanzieren, doch die Aufgabe gegen den afrikanischen Kontinent wird ungleich schwerer eingeschätzt.
Deutschland – Elfenbeinküste: Übertragung, Aufstellung, TV | nachrichten360
Starker Auftakt, starker Gegner
Die Elfenbeinküste ist mit einem 1:0-Sieg gegen Ecuador in das Turnier gestartet und verfügt über eine kompakte Defensive. In den zehn Qualifikationsspielen zur Weltmeisterschaft kassierte die Mannschaft kein einziges Gegentor, auch in den jüngsten vier Länderspielen musste das Team nur einen einzigen Gegentreffer hinnehmen – und zwar gegen Frankreich. Kapitän Joshua Kimmich warnte daher vor den Offensivqualitäten des Gegners: "Sie haben spektakuläre Spieler in der Offensive, die gut sind im Umschalten."
Besonders im Fokus steht der erst 19-jährige Yan Diomande, der für RB Leipzig aufläuft und in der Bundesliga bereits mehrfach seine Schnelligkeit und sein Dribbling unter Beweis gestellt hat. In der Hinrunde erzielte er in Leipzig drei Tore gegen Eintracht Frankfurt, auch im Rückspiel Mitte April im Waldstadion traf er. Kimmich bezeichnete sein Tempo als "krass" und sein Dribbling als "außergewöhnlich". Diomande selbst kündigte an: "Wir sind mit der Mentalität gekommen, alles zu gewinnen. Wir wollen Geschichte schreiben."
Diomande im Fokus
Auf Seiten der Elfenbeinküste wird zudem Elye Wahi zur Verfügung stehen. Der 23 Jahre alte Stürmer hatte zunächst Probleme mit der Einreise nach Kanada, durfte aber letztlich doch anreisen. In Frankreich sieht er sich allerdings Vorwürfen wegen möglicher Spielmanipulation ausgesetzt. Der deutschen Auswahl steht er als schneller Angreifer gegenüber, der dem Spiel der Ivorer zusätzliche Tiefe verleiht.
DFB-Bundestrainer Julian Nagelsmann beorderte vor der Partie erhöhte Konzentration. Gemeinsam mit Torhüter Manuel Neuer habe man "die Zügel weiter angezogen", berichteten Medien. Nagelsmann sagte: "Ich finde schon, dass wir auf einem guten Weg sind. Trotzdem gibt es Dinge, die wir besser machen müssen gegen noch bessere Gegner." Es bestehe kein Grund, "jetzt die Füße hochzulegen".
Nagelsmann mahnt zur Konzentration
Neuer selbst gab sich vor dem Turnier kämpferisch und verwies auf die klimatischen Bedingungen, die an Brasilien erinnerten. "Ich glaube einfach, dass es bei diesem Turnier, bei den Bedingungen, die ja vielleicht auch ein bisschen ähnlich wie in Brasilien sind, um den Extrameter geht", sagte der 40-Jährige. Für den Torhüter ist die WM 2026 sein letztes großes Turnier: "Für mich steht es im Prinzip fest, dass es mein letztes Turnier ist. Ich habe jetzt nicht vor, in zwei Jahren bei einer Europameisterschaft zwischen den Pfosten zu stehen."
Mit Blick auf die Statistik gibt der "Fluch des zweiten Spiels" durchaus Anlass zur Vorsicht. Der Spiegel hatte den Begriff einst geprägt, weil die deutsche Mannschaft in zweiten Gruppenspielen bei Weltmeisterschaften wiederholt schwächelte. Bei der WM 2010 in Südafrika verlor das DFB-Team 0:1 gegen Serbien, 2014 in Brasilien trennte sich die Mannschaft 2:2 von Ghana. 2006 in Deutschland sorgte ein spätes Tor von Oliver Neuville für den Sieg gegen Polen.
Der Fluch des zweiten Spiels
Insgesamt zwölf Auftaktsiege hat die deutsche Mannschaft bei Weltmeisterschaften gefeiert, doch nur in vier Fällen folgte auch ein Erfolg im zweiten Gruppenspiel. In den Jahren 1974 und 1990 allerdings, als Deutschland den Titel holte, gewann die Mannschaft auch die zweite Partie. Nagelsmann kann zudem auf den Stamm der bisherigen Turnierelf bauen. Felix Nmecha, der im Auftaktspiel eine starke Leistung zeigte, wird voraussichtlich erneut in der Startelf stehen.
Für die deutsche Elf geht es im Duell mit den Ivornern nicht nur um den nächsten Schritt in Richtung K.o.-Runde, sondern zugleich um den Gruppensieg. Mit einem Sieg gegen die Elfenbeinküste wäre das Weiterkommen ins Achtelfinale gesichert. Sollte Ecuador im Anschluss nicht gegen Curaçao gewinnen, stünde die deutsche Mannschaft bereits vorzeitig als Gruppensieger fest.
Frankfurt blickt nach Toronto
Auch abseits des Platzes sorgt das Duell für Schlagzeilen. So wird eine Delegation von Eintracht Frankfurt um Axel Hellmann und Markus Krösche das Spiel vor Ort im Stadion verfolgen, um unter anderem Nathaniel Brown, den 23-jährigen Linksfuß der Hessen, im Einsatz gegen seinen direkten Gegenspieler Diomande zu beobachten. Brown steht laut hr-sport-Informationen vor einem Wechsel zum FC Bayern München, eine Ablöse von 55 Millionen Euro steht im Raum. Auch der FC Arsenal, der FC Liverpool und Manchester United sollen ihre Bemühungen intensiviert haben.
Eine besondere Note erhält die Partie durch Jonathan Tah, dessen Vater aus der Elfenbeinküste stammt. Die Entscheidung, für Deutschland zu spielen, bezeichnete der Abwehrspieler als "Herzensentscheidung". Auch deshalb sei das Duell für ihn ein ganz besonderes Spiel. Vor dem Anpfiff stehen Nagelsmann und Tah zudem um 00:45 Uhr deutscher Zeit in einer Pressekonferenz im Stadion Rede und Antwort.
Übertragung im ZDF und Magenta TV
Die Übertragung beginnt beim ZDF bereits um 18:05 Uhr aus dem Berliner WM-Studio. Moderator Jochen Breyer führt durch den Abend, Kommentator beim deutschen Spiel ist Oliver Schmidt. Vor der Partie zeigt der Sender die Begegnung zwischen der Niederlande und Schweden (Anstoß 19 Uhr). Im Anschluss an das deutsche Spiel analysiert unter anderem die Trainerin Friederike Kromp die Partie. Parallel ist die Begegnung im Livestream in der ZDF-Mediathek sowie beim Pay-TV-Anbieter Magenta TV zu sehen, wo Wolff-Christoph Fuss kommentiert.
Eintracht Frankfurts Brown, der in dieser Saison vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg in die Bundesliga gekommen war, hat sich in der deutschen Nationalelf als Stammspieler etabliert. Gegen die Elfenbeinküste trifft er auf einen Angreifer, der ihm aus der Bundesliga bestens bekannt ist. Nationalspieler Antonio Rüdiger warnte: "Auf dem Platz wird er zum Monster."
Fragen & Antworten
Wer überträgt das Spiel Deutschland gegen die Elfenbeinküste im Free-TV?
Das ZDF zeigt die Partie live im Free-TV, beginnt seine Vorberichterstattung bereits um 18:05 Uhr und setzt Oliver Schmidt als Kommentator ein. Parallel ist die Begegnung in der ZDF-Mediathek und auf Magenta TV empfangbar.
Warum steht das Spiel für die deutsche Mannschaft unter besonderer Beobachtung?
Im zweiten Gruppenspiel einer WM tat sich Deutschland historisch oft schwer, der Begriff "Fluch des zweiten Spiels" machte einst die Runde. Mit einem Sieg gegen die Elfenbeinküste wäre das Weiterkommen ins Achtelfinale gesichert.
Welche Rolle spielt Yan Diomande in der Partie?
Der 19-jährige Flügelspieler von RB Leipzig gilt als große Offensivkraft der Elfenbeinküste und traf in der Bundesliga mehrfach gegen die deutsche Abwehr. Kapitän Joshua Kimmich bezeichnete sein Tempo als "krass" und sein Dribbling als "außergewöhnlich".