Die deutsche Bundesregierung hat in der Nacht zum 16. Juni 2026 einen Charterflug mit 32 männlichen Straftätern vom Flughafen Leipzig/Halle nach Kabul starten lassen und damit nach eigenen Angaben eine direkte Abschiebung nach Afghanistan ohne Vermittlerstaaten vollzogen.

Hintergrund: Straftaten der Abgeschobenen

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums, das von Alexander Dobrindt (CSU) geführt wird, handelte es sich bei den Abgeschobenen ausnahmslos um ausreisepflichtige Männer, die in Deutschland straffällig geworden waren. Das Ministerium sprach von Personen, die hier unter anderem wegen Tötungsdelikten, sexuellen Missbrauchs von Kindern, Vergewaltigung, Handel mit Betäubungsmitteln und räuberischer Erpressung verurteilt wurden. Das baden-württembergische Justizministerium konkretisierte, dass sich unter den Abgeschobenen zwei schwere Sexualstraftäter sowie mehrere Männer befanden, die wegen Tötungsdelikten, Körperverletzung und Drogenvergehen zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden waren.