Inflation Deutschland steigt auf 29 Prozent April Die Inflation in Deutschland ist im April aufgrund der Auswirkungen des Iran-Konflikts auf 2,9 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Entwicklung der Inflationsrate

Die Teuerungsrate lag im April 0,2 Prozentpunkte über dem Wert vom März, der bei 2,7 Prozent verharrte. Damit setzt sich der Aufwärtstrend der Inflation fort, der maßgeblich durch die gestörten Handelsrouten in der Straße von Hormus beeinflusst wird. Das Statistische Bundesamt bestätigte die Zahlen und verwies auf die gestiegenen Energie- und Transportkosten als Haupttreiber.

Felix Schmidt, Ökonom bei der Berenberg Bank, erklärte: "Die Eskalation im Iran hat direkte Auswirkungen auf die Lieferketten, insbesondere bei Öllieferungen. Das schlägt sich in den Verbraucherpreisen nieder." Die Europäische Zentralbank (EZB) beobachtet die Entwicklung genau, da eine anhaltende Inflation die geldpolitischen Maßnahmen in der Eurozone beeinflussen könnte.

Reaktionen und Prognosen

Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, warnte vor weiteren Preissteigerungen: "Solange der Konflikt in der Straße von Hormus anhält, werden die Transportkosten hoch bleiben. Das betrifft nicht nur Energie, sondern auch Lebensmittel und andere Importgüter." Die EZB hatte bereits im Vorfeld signalisiert, dass sie bei einer längerfristigen Inflation über 2 Prozent ihre Zinspolitik anpassen müsse.