Luxemburg/Frankfurt, 16. April 2026

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat angesichts der Eskalation des Iran-Konflikts und dessen Auswirkungen auf die Inflation im Euroraum eine verstärkte Wachsamkeit der Notenbank angekündigt.

Reaktion der EZB

Die Europäische Zentralbank beobachtet die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts im Nahen Osten genau. "Wir verfolgen die Situation sehr aufmerksam und sind bereit, bei Bedarf zu handeln", sagte Lagarde in einer Stellungnahme. Die EZB-Präsidentin betonte, dass die aktuellen Entwicklungen die bereits bestehenden Inflationsrisiken im Euroraum verschärfen könnten.

Die Notenbank hatte zuletzt mehrfach vor den Auswirkungen geopolitischer Spannungen auf die Energiepreise und die allgemeine Preisstabilität gewarnt. Die Eskalation im Iran könnte die Lieferketten weiter destabilisieren und die Kosten für Rohstoffe in die Höhe treiben. Dies würde die Inflation im Euroraum zusätzlich belasten, die in den vergangenen Monaten bereits über dem Zielwert der EZB lag.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Die Sorge der EZB spiegelt sich in den jüngsten Daten wider. Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, verzeichnete zuletzt einen Anstieg der Verbraucherpreise in mehreren Ländern der Eurozone. Besonders betroffen sind energieabhängige Volkswirtschaften wie Deutschland, wo die Teuerungsrate spürbar zugenommen hat.