De la Fuente warnt vor Österreich: „Sie spielen zunehmend intensiver“
Inglewood, 02. Juli 2026
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Kurzfassung
Fußball-Teamchef Luis de la Fuente hat vor dem WM-Achtelfinale seines Teams gegen Österreich am Donnerstag (21:00 Uhr MESZ, Servus TV) eindringlich vor dem ÖFB-Team gewarnt. Ralf Rangnick sieht das Duell in Inglewood bei Los Angeles als „nächstes Endspiel“ und betont: „In dem Spiel können wir tatsächlich nur gewinnen.“
Fußball-Teamchef Luis de la Fuente hat sein Team Spanien vor dem WM-Achtelfinale gegen Österreich am Donnerstag (21:00 Uhr MESZ, Servus TV) in Inglewood bei Los Angeles eindringlich auf den Außenseiter eingeschworen und zugleich Geduld und Respekt für seine kritisierten Mittelfeldstars Rodri und Pedri eingefordert.
De la Fuente, der Ende 2022 von Spaniens U-21-Auswahl zur A-Mannschaft aufgestiegen war und dort bereits zahlreiche Stammkräfte – von Rodri über Pedri bis hin zu Torhüter Unai Simon – in Nachwuchsauswahlen betreut hatte, sieht die Partie gegen die Mannschaft von Ralf Rangnick als ernste Prüfung. „Geduld und vor allem Respekt hatte De la Fuente auch für seine kritisierten Mittelfeldstars Rodri und Pedri eingefordert“, hieß es in der Berichterstattung aus dem spanischen Lager. Beide Spieler waren zuletzt wegen ihrer WM-Leistungen in die Diskussion geraten.
Analyse des Gegners
Über den Gegner sagte der Coach: „Sie haben das weiterentwickelt. Sie spielen zunehmend intensiver“. Die Österreicher setzten auf hohes Pressing und hätten ihre Spielweise im Turnierverlauf nochmals gesteigert. „Die österreichische Schule sei von Disziplin, Kraft, physischer Stärke und einer Lufthoheit geprägt“, erklärte De la Fuente. Sollte das ÖFB-Team sehr tief und kompakt stehen, wie sie es im Turnierverlauf mitunter auch bereits praktiziert hatten, müsse sein Team den Ball mit Genauigkeit zirkulieren lassen.
Gleichzeitig erhöhte der spanische Teamchef den Erwartungsdruck für die eigene Mannschaft. „Der Europameister will seinem eigenen, auf Ballbesitz ausgelegten Stil treu bleiben“, berichteten Journalisten aus dem Umfeld der Selección. „Einen Elfmeter zu schießen ist nichts Zufälliges, wir haben dafür Spezialisten“, sagte De la Fuente mit Blick auf ein mögliches Elfmeterschießen – ein Szenario, auf das man sich ebenfalls vorbereitet habe. „Man habe sich auf alle möglichen Szenarien vorbereitet, versicherte De la Fuente – auch auf ein mögliches Elfmeterschießen.
Statistik ungeschlagene Spanier
Spanien reist mit einer beeindruckenden Statistik im Gepäck nach Inglewood. „33 Partien in Folge haben die Spanier nicht in der regulären Spielzeit verloren, in Pflichtspielen 34“. Die einzige Pflichtspielniederlage in diesem Zeitraum war das Elfmeterschießen gegen Portugal im Nations-League-Finale des Vorjahres. Im Tor steht der seit 429 WM-Minuten ungeschlagene Unai Simon, dessen letztes Gegentor im November 2022 beim 1:2 Japans in der Gruppenphase fiel.
Dass bei aller Stärke dennoch eine K.-o.-Durststrecke lastet, verschwieg De la Fuente nicht. „Die Spanier haben seit dem Finale 2010 kein K.-o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft gewonnen“. 2014 war bereits in der Gruppenphase Endstation, „2018 und 2022 jeweils im Achtelfinale im Elfmeterschießen gegen Russland bzw. Marokko“. Eine besondere Bürde für ein Team, das „Fünf Tore … in ihren drei WM-Spielen bisher erzielt“ hat, von denen „vier davon aber alleine beim 4:0 gegen Saudi-Arabien“ erzielt wurden.
Lamine Yamal im Fokus
Auch der Blick auf den Star der gegnerischen Abwehr kam zur Sprache. „Lamine kann spielen, solange wir es von ihm wollen. Wir waren bei allen mit ihrer Rehazeit geduldig“, sagte De la Fuente über Lamine Yamal. Der 18-Jährige, der für den FC Barcelona spielt, „den vor Turnierstart eine Oberschenkelverletzung zu schaffen gemacht hatte“, steht dem Coach für das Spiel gegen Österreich zur Verfügung. „Aber wir sind es auch, und es gibt noch einige andere in dieser Kategorie“, sagte De la Fuente über die Mitfavoriten – „Frankreich spiele bisher eine gute WM und sei einer der Topfavoriten“.
Auf österreichischer Seite unterdessen herrscht klare Außenseiter-Stimmung. „In dem Spiel können wir tatsächlich nur gewinnen“, sagte Ralf Rangnick und bezeichnete die Partie als „nächstes Endspiel“. Der deutsche Teamchef betonte zugleich: „Dass wir im Abwehrverhalten der gesamten Mannschaft Luft nach oben haben, ist logisch – müssen wir sicher zulegen“. Gegenüber der spanischen Auswahl, „die nicht so zweikampfstark“ sei wie Argentinien, müsse seine Mannschaft „sicher zulegen“.
Rangnicks Matchplan aus Santa Barbara
Rangnick arbeitet seit Tagen in Santa Barbara an seinem Matchplan für das Duell mit dem Weltranglisten-Zweiten. Über Lamine Yamal sagte der 68-Jährige: „Er ist einer der kommenden Topstars, eigentlich ist er jetzt schon einer“. Auf der Position des linken Verteidigers könnte Konrad Laimer, ein Allrounder beim FC Bayern München, den Youngster in Manndeckung nehmen. In der Zentrale ist Florian Grillitsch eine Option, „was“, so der Bericht, „ein Drop von Xaver Schlager auf die Bank bedeuten könnte“.
Im Angriff plant Rangnick „mit Michael Gregoritsch als Starter anstelle von Marko Arnautovic“, ähnlich wie beim 0:2 gegen Argentinien. Österreich war in das Turnier mit einem hart erkämpften 3:1 gegen WM-Neuling Jordanien gestartet, hatte dann 0:2 gegen Argentinien verloren und in der dritten Partie „in den letzten Sekunden 3:3 gegen Algerien (gespielt), um den Gruppensommer zu verhindern“. Nach drei Gruppenspielen stehen sechs Tore und sechs Gegentore zu Buche.
Anreise und Spielorte
Die Anreise der Mannschaften verlief unterschiedlich. „Spanien reiste zwei Tage vor dem Achtelfinale mit einem viereinhalbstündigen Flug von seinem Teamcamp in Chattanooga, Tennessee, nach Los Angeles“. Österreich seinerseits „war am Mittwoch mit dem Bus aus dem nahe gelegenen Santa Barbara“ angereist, das zugleich als „Santa Barbara“ auch der Ort der Berichterstattung war.
Das Achtelfinale wird am Donnerstag, „am 6. Juli, um 21:00 Uhr MESZ“, angepfiffen. Gewinner der Partie trifft im Viertelfinale auf den Sieger der Begegnung Portugal gegen Kroatien, „die im Anschluss um 1:00 Uhr MESZ am Freitag in Toronto stattfindet“. Ein mögliches Viertelfinale würde die Gewinner „nach Los Angeles zurückführen“. Das erklärte Ziel der Spanier ist es, „das Finale am 19. Juli vor den Toren New Yorks zu erreichen“.
Ausblick auf das Viertelfinale
Dass die Favoritenrolle nicht alles entscheidet, zeigt ein Blick auf die Bilanz: Österreich spielt in Inglewood gegen Spanien „als klarer Außenseiter“, wie die Analyse hervorhob. Die Spanier wiederum haben zuletzt „gegen Argentinien 2:0 gewonnen, müssen aber aufpassen“ – so die zusammenfassende Einschätzung der Lage vor dem Anpfiff in der Nacht zum Donnerstag, dem „nächsten Endspiel“ für Rangnicks Mannschaft.
Fragen & Antworten
Wer ist Luis de la Fuente und welche Rolle spielt er bei Spanien?
Luis de la Fuente ist der Teamchef der spanischen Fußballnationalmannschaft und trat sein Amt Ende 2022 nach dem Aufstieg von der U-21-Auswahl an. Gegenüber Österreich forderte er Geduld und Respekt für seine Mittelfeldstars Rodri und Pedri.
Warum warnt De la Fuente ausgerechnet vor Österreich?
De la Fuente sieht den ÖFB als körperlich starke Mannschaft mit hoher Disziplin und Lufthoheit, die zunehmend intensiver spielt als noch zuvor. Sollte Österreich tief und kompakt stehen, müsse Spanien den Ball besonders präzise zirkulieren lassen.
Wie ist die Bilanz der Spanier in WM-K.-o.-Spielen?
Spanien hat seit dem WM-Finale 2010 kein K.-o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft mehr gewonnen. 2018 und 2022 schieden die Spanier jeweils im Achtelfinale im Elfmeterschießen gegen Russland beziehungsweise Marokko aus.
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