Im Streit um die Commerzbank hat Vorstandschefin Bettina Orlopp klargestellt, dass die italienische UniCredit für eine vollständige Integration des Frankfurter Geldhauses mehr brauche als nur eine Mehrheit der Anteile.

Der Stand der Übernahme

Die Commerzbank-Chefin äußerte sich in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zum Stand der Übernahmeoffensive aus Mailand. UniCredit hatte am Mittwoch verkündet, dass sie sich mit ihrem Übernahmeangebot inklusive Finanzinstrumenten mehr als 47 Prozent an der Commerzbank gesichert hat. Zusammen mit den 26,77 Prozent, die die Grossbank aus Mailand schon vor der Offerte hielt, steigt der direkte UniCredit-Anteil damit auf gut 44 Prozent.

Zudem haben die Italiener über Kaufoptionen zusätzlich Zugriff auf mehr als drei Prozent der Commerzbank-Aktien und kämen so nach eigenen Angaben auf mehr als 47 Prozent. Der Anteil von 47,59 Prozent entspreche 49,65 Prozent der Stimmrechte der Commerzbank, da die eigenen Aktien der Commerzbank nicht stimmberechtigt seien. UniCredit erklärte, das Ergebnis übertreffe die eigenen Erwartungen deutlich.