Wegen Morddrohungen per WhatsApp gegen mehrere slowakische Arbeitskollegen hat das Einsatzkommando Cobra am 6. Juli 2026 einen 43-jährigen Mann im Bezirk Bruck an der Leitha vorläufig festgenommen und in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.
Wie die Landespolizeidirektion Niederösterreich am Dienstag mitteilte, richteten sich die Drohungen gegen einen 40-jährigen Bauarbeiter aus der Slowakei sowie gegen mehrere weitere Landsleute. Der Geschädigte habe angegeben, „gemeinsam mit mehreren Landsleuten von einem Arbeitskollegen massiv beschimpft und mit dem Tod bedroht worden zu sein". Die Anzeige erfolgte Anfang Juli auf der Polizeiinspektion Himberg.
Die Bedrohungen seien über Textnachrichten und über den Messenger-Dienst WhatsApp erfolgt. Um den Drohungen Nachdruck zu verleihen, habe der 43-jährige österreichische Arbeitskollege zudem ein Foto eines geöffneten Waffenschranks verschickt, auf dem mehrere Sturmgewehre zu sehen waren, „heiße es weiter".
Einsatz und Festnahme am späten Nachmittag
Wegen der potenziellen Gefährdungslage rückte das Einsatzkommando Cobra aus. Am 6. Juli 2026 gegen 16:55 Uhr wurde der Mann an seiner Wohnadresse im Bezirk Bruck an der Leitha vorläufig festgenommen. Bei einer anschließenden Durchsuchung der Wohnung konnten „Waffen nicht aufgefunden werden", wie die Polizei weiter mitteilte.
