Chinas Industrieproduktion ist im Juli erstmals seit fünf Monaten in eine Kontraktion gerutscht und hat damit das Wachstumstempo der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt belastet.
Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel im Juli unter die Schwelle von 50 Punkten, die zwischen Expansion und Schrumpfung trennt. Damit endete eine Reihe von fünf aufeinanderfolgenden Monaten mit Wachstum in der chinesischen Industrie. Volkswirte hatten zuvor mehrheitlich mit einer weiteren Expansion gerechnet, weshalb der Rückgang als unerwartet gilt.
Laut den von AP ausgewerteten Daten schwächt sich die Industrieproduktion ab, während Peking zugleich mit einer Reihe von Belastungsfaktoren kämpft. Dazu zählen eine schwächere Inlandsnachfrage, der anhaltende Struk-turdruck im Immobiliensektor und gedämpfte globale Konjunkturaussichten. Der überraschende Dämpfer erhöht den Druck auf die Kommunistische Partei und das Politbüro, zusätzliche konjunkturstützende Maßnahmen auf den Weg zu bringen.
