Chinas staatlich ausgeweitete Industriekapazitäten und seine aggressive Exportstrategie setzen die deutsche Industrie in immer mehr Branchen unter Druck, während die EU neue Handelsinstrumente vorbereitet.

Laut dem aktuellen chinesischen Fünfjahresplan sollen die Industriekapazitäten von 30 auf 45 Prozent steigen. China produziert deutlich mehr, als es selbst braucht, und drängt damit mit günstigen Waren auf die europäischen Märkte. Schon seit dem WTO-Beitritt der Volksrepublik im Jahr 2001 fließen chinesische Produkte in großem Stil auf die Weltmärkte – doch die aktuelle Welle, oft als „China-Schock 2.0" beschrieben, trifft die deutsche Wirtschaft in einer Phase struktureller Schwäche.