Brüssel, 19 Juni 2026
Die Staats- und Regierungschefs der EU haben bei einem Gipfel in Brüssel über den Umgang mit dem Handelspartner China beraten und die EU-Kommission beauftragt, mögliche Schutzinstrumente gegen die wachsende Abhängigkeit bei Rohstoffen und die steigenden Handelsdefizite zu prüfen.
Rekorddefizit und Rohstoff-Abhängigkeit
Die Beratungen am Donnerstag standen im Zeichen einer zunehmend angespannten Wirtschaftsbeziehung zur Volksrepublik. Nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verzeichnete die Europäische Union im vergangenen Jahr mit 360 Milliarden Euro ihr bisher größtes Handelsdefizit mit China – rechnerisch eine Milliarde Euro pro Tag. Erstmals wiesen demnach auch alle Mitgliedstaaten ein Handelsdefizit gegenüber China auf. „Eine Milliarde Euro pro Tag Defizit ist etwas, was zum Handeln Anlass gibt“, sagte der österreichische Bundeskanzler Christian Stocker.
