Im spanischen Ceuta haben Demonstranten in einem Migrantenlager an der Grenze zu Marokko Feuer gelegt, während Verteidigungsministerin Margarita Robles bestätigte, dass der Geheimdienst CNI die Behörden einen Tag vor dem Massenzustrom gewarnt hatte.

Die Lage an der Grenze zwischen Ceuta und Marokko hat sich am Donnerstagabend dramatisch zugespitzt. In einem Migrantenlager in der spanischen Enklave an der Nordküste Afrikas legten Demonstranten Feuer, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten. Rettungskräfte und Mitarbeiter des Roten Kreuzes waren im Einsatz, um die Situation unter Kontrolle zu bringen und die im Lager untergebrachten Menschen zu schützen.

Hintergrund des Vorfalls ist ein erneuter Massenzustrom von Migranten aus Marokko. Nach den Worten von Verteidigungsministerin Margarita Robles hatte der spanische Auslandsgeheimdienst CNI, der ihrem Ministerium untersteht, die zuständigen Stellen bereits einen Tag vor dem Massenübertritt auf die drohende Lage hingewiesen. Die Ministerin sprach von einer konkreten Warnung, die frühzeitig vorgelegen habe.