Das Bundesverwaltungsgericht hat die Wegweisung eines jungen Afghanen aus der Schweiz in einem abschliessenden Urteil bestätigt; das Präzedenzurteil betrifft nach Angaben des Staatssekretariats für Migration rund 200 weitere Wegweisungen gegenüber afghanischen Männern.
Das Bundesverwaltungsgericht hat einen Entscheid gefällt, der für die Schweizer Migrationspolitik von erheblicher Tragweite ist. Wie das Gericht am Dienstag mitteilte, ist die Wegweisung eines jungen Afghanen aus der Schweiz rechtskräftig. Das Urteil ist abschliessend, eine Beschwerde beim Bundesgericht wurde zuvor abgelehnt.
Die Bedeutung des Entscheids reicht weit über den Einzelfall hinaus. Wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) bekannt gab, hat die Behörde in den letzten anderthalb Jahren Wegweisungen gegenüber rund 200 afghanischen Männern ausgesprochen. Das Urteil schaffe nun Klarheit darüber, wie mit vergleichbaren Fällen zu verfahren sei, erklärte das SEM.
