Der Bundestag hat am Dienstag eine neue, einkommensabhängige Förderung für Elektroautos beschlossen, die ab Januar 2026 in Kraft tritt und je nach Fahrzeugart und Haushaltssituation zwischen 1.500 und 6.000 Euro betragen kann.
Höhe der Förderung variiert stark
Die Basisförderung für reine Elektroautos liegt bei 3.000 Euro. Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro erhalten 4.000 Euro, während Familien mit einem Jahreseinkommen von höchstens 45.000 Euro sogar 5.000 Euro bekommen können. Für Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender ist die Basisförderung mit 1.500 Euro deutlich niedriger.
Die Prämie steigt zusätzlich pro Kind um 500 Euro, maximal jedoch um 1.000 Euro. Damit können Familien mit zwei Kindern und geringem Einkommen bis zu 6.000 Euro erhalten. Die genaue Höhe hängt somit von Fahrzeugtyp, Einkommen und Kinderzahl ab.
Einkommensgrenzen und politische Debatte
Die Einkommensobergrenzen für die höheren Fördersätze liegen bei 80.000 Euro für Einzelpersonen und 90.000 Euro für Haushalte mit zwei Kindern. Diese Staffelung war ein zentraler Punkt in der Bundestagsdebatte. Till Steffen von den Grünen betonte die soziale Komponente: „Die gestaffelte Förderung sorgt dafür, dass auch Familien mit mittleren Einkommen von der Elektromobilität profitieren können.“
Die Entscheidung fiel nach monatelangen Verhandlungen zwischen den Koalitionsparteien. Kritiker hatten zuvor befürchtet, dass eine pauschale Prämie vor allem höhere Einkommensgruppen begünstigen würde. Die jetzt beschlossene Regelung soll stattdessen gezielt Haushalte mit geringeren finanziellen Spielräumen unterstützen.

