Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass hohe Spritpreise die Autonutzung in Österreich kurzfristig beeinflussen, während langfristige Veränderungen unklar bleiben.
Verhaltensanpassungen durch steigende Kosten
Laut einer von Innofact durchgeführten Befragung unter 534 Autobesitzern in Österreich im April 2026 nutzen 39 % der Befragten ihr Auto seltener aufgrund der hohen Kraftstoffpreise. Zudem versuchen 30 %, unnötige Fahrten zu vermeiden und ihre Routen effizienter zu planen. Geschlechtsspezifische Unterschiede zeigen sich dabei ebenfalls: 42 % der männlichen Autobesitzer fahren weniger, während es bei Frauen 37 % sind.
Nikolaus Menches, Country Manager von AutoScout24 in Österreich, kommentiert die Ergebnisse: *"Die Ergebnisse verdeutlichen, dass steigende Spritpreise kurzfristig durchaus zu Verhaltensanpassungen führen. Ob sich daraus jedoch nachhaltige Veränderungen in der individuellen Mobilität ergeben, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen."*
Trotz der Anpassungen geben 61 % der Befragten an, ihre Mobilitätsgewohnheiten nicht ändern zu wollen. Weitere 37 % haben zwar über Änderungen nachgedacht, planen aber keine konkreten Schritte.
Alternativen zum Auto gewinnen an Bedeutung
Ein kleiner, aber wachsender Anteil der Autofahrer erwägt Alternativen. So denken 6 % über den Umstieg auf ein Elektroauto nach, während 16 % öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrräder in Betracht ziehen. Nur 3 % der Befragten erwägen, ihr Auto ganz aufzugeben.
Auch flexible Arbeitsmodelle spielen eine Rolle: 5 % der Autobesitzer arbeiten häufiger im Homeoffice, um Pendelkosten zu sparen. Carpooling nutzen hingegen nur 4 %, und lediglich 2 % denken über den Kauf eines kleineren Fahrzeugs nach. Ein Prozent der Haushalte erwägt sogar, ihr Zweitauto zu verkaufen.
Die Umfrage unterstreicht, dass die Reaktionen auf die Spritpreise vielfältig sind, aber größere strukturelle Veränderungen bisher ausbleiben. Die kurzfristigen Anpassungen reichen von reduzierter Nutzung bis hin zu vereinzelten Umstiegen auf alternative Fortbewegungsmittel.

