Die Bundesrichterin Kathleen Williams in Miami hat den im Mai zwischen US-Präsident Trump und der US-Steuerbehörde IRS ausgehandelten Vergleich für nichtig erklärt und Trump, seinen erwachsenen Söhnen sowie seinem Unternehmen untersagt, sich in künftigen Verfahren auf die Vereinbarung zu berufen.

Hintergrund der Klage

Richterin Williams entschied am Montag, dass Trump und die ihm unterstehende Behörde in dem Zivilverfahren keine echten Gegenparteien gewesen seien. Der Vergleich habe einzig dazu gedient, dem Präsidenten und seinem Umfeld Immunität zu verschaffen und Steuergelder für gesetzlich nicht definierte Ansprüche zu reservieren. In ihrem mehr als 50-seitigen Urteil kam sie laut Bericht der "New York Times" zum Schluss, es sei ein "Hinterzimmerdeal" gewesen, mit dem versucht worden sei, dem Ganzen den Anschein von Legitimität zu verleihen.