Die Bundesregierung plant einem Medienbericht zufolge, der Deutschen Post die umstrittene Mehrwertsteuerbefreiung für Geschäftspost zu entziehen und damit jährlich rund 115 Millionen Euro zusätzlich einzunehmen.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", dem die Dokumente vorliegen, hat das Bundeswirtschaftsministerium einen entsprechenden Gesetzesentwurf erarbeitet. Die dpa bestätigte die Pläne. Dem Gesetzesentwurf zufolge könnte der Bund durch die Neuregelung pro Jahr 115 Millionen Euro an Mehreinnahmen bekommen - und zwar von der Post.

Konkret geht es um Geschäftspost, also Briefe, die Unternehmen an andere Firmen oder Kunden schicken. Milliarden an Briefen trägt die Deutsche Post Jahr für Jahr aus, der größte Teil davon ist Firmenpost, ob Werbung oder Rechnungen. Künftig sei der noch immer teilstaatliche Konzern nicht länger von der Mehrwertsteuer befreit, wenn er Geschäftspost einsammele und verteile.