Dem österreichischen Bundesheer fehlen laut dem neuen Landesverteidigungsbericht 2026/2027 bis 2031 insgesamt rund 12,6 Milliarden Euro, um den zehnjährigen Aufbauplan zu erfüllen, der nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 beschlossen wurde.
Aus dem am Freitag in den Nationalrat eingebrachten Bericht geht hervor, dass die Kluft zwischen den benötigten und den tatsächlich bereitgestellten Mitteln bereits in den kommenden Jahren deutlich auseinanderdriftet. So beträgt die Lücke im Jahr 2027 rund 1,075 Milliarden Euro und steigt 2028 bereits auf 1,917 Milliarden Euro. "Noch deutlich weiter auseinander geht die Schere ab 2030", heißt es im Bericht.
Laut Budgetprognose des Verteidigungsministeriums müssten 2030 8,57 Milliarden Euro für das Bundesheer zur Erfüllung des Aufbauplans bereitstehen, im Bundesfinanzrahmen sind für 2030 lediglich 5,39 Milliarden eingestellt. Das entspricht einer Differenz von mehreren Milliarden Euro in einem einzigen Jahr.
