Einen Tag nach der vollständigen Sperrung der Brenner-Autobahn durch eine Demonstration von rund 4.500 Menschen ist die wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Österreich und Italien wieder geöffnet, und der befürchtete Verkehrschaos blieb aus.

Die Demonstration und ihre Folgen

Die Blockade am Samstag dauerte von 11:00 Uhr bis 19:00 Uhr und wurde von Bürgermeistern aus dem Tiroler Wipptal organisiert, darunter Karl Mühlsteiger, der parteifreie Bürgermeister von Gries am Brenner. Die Demonstranten protestierten gegen Lärm, Feinstaub und die täglichen Belastungen durch den starken Transitverkehr.

Während der Sperrung gab es keine Ausweichrouten. Auch die Brennerstraße (B182), die Ellbögener Straße (L38) und die Stubaitalstraße (B183) waren für den Durchgangsverkehr gesperrt. Ziel- und Quellverkehr war auf den Bundesstraßen nur bei glaubhafter Darlegung erlaubt.

Bereits ab 9:00 Uhr galt im gesamten Bundesland ein Fahrverbot für Transit-Lkw über 7,5 Tonnen auf der Nord-Süd-Route über den Brenner. Nur 219 Lkw wurden während der Sperrung an der geschlossenen Transitstrecke abgewiesen.

Trotz der Vollsperrung blieb die Verkehrslage in Tirol und auf den heimischen Reiserouten am Samstag überraschend ruhig. Viele Reisende waren nach Stauwarnungen zu Hause geblieben. Die österreichische Polizei stellte fest, dass viele Autofahrer der dringenden Empfehlung gefolgt waren, an diesem Tag nicht nach Tirol und weiter nach Italien zu fahren.