Nach der achtstündigen Sperrung der Brenner-Autobahn durch eine Demonstration am Samstag ist die wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Österreich und Italien am Sonntag wieder für den Verkehr freigegeben worden.

Ein Sprecher des Autobahnbetreibers Asfinag bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Wiedereröffnung. Die Blockade hatte von 11:00 bis 19:00 Uhr gedauert und war von Bürgermeistern des Tiroler Wipptals organisiert worden.

Rund 4.500 Menschen protestierten direkt auf der Fahrbahn gegen Lärm, Feinstaub und die täglichen Belastungen durch den ständigen Stau. Die Demonstranten kamen aus einem breiten Querschnitt der Tiroler Bevölkerung – von konservativen Pensionisten bis zu grün-nahen Innsbrucker Studierenden.

Das befürchtete Chaos blieb aus

Das erwartete Verkehrschaos blieb aus. Sowohl die Tiroler Verkehrspolizei als auch der österreichische Automobilclub ÖAMTC zeigten sich am Sonntagmorgen überrascht von der ruhigen Verkehrslage. ÖAMTC-Sprecher Harald Lasser sagte: „Es ist sehr ruhig.“ Und weiter: „Die Begeisterung bleibt. Es ist super.“

Auch auf bayerischer Seite blieb der befürchtete Rückstau aus. Josef Seebacher von der Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Südbayern, erklärte: „Es ist schon ein bisschen was los, aber es ist alles im grünen Bereich.“ Einen Nachholeffekt durch verschobene Pfingstreisen konnte er nicht feststellen.