Potsdam, 09 Juni 2026

Der Antisemitismus-Beauftragte des Landes Brandenburg, Andreas Büttner, hat am Dienstag in Potsdam seinen ersten Tätigkeitsbericht vorgestellt und vor einer zunehmenden Veralltäglichung von Judenhass in der Gesellschaft gewarnt.

Der Bericht deckt den Zeitraum von Juni 2024 bis Mai 2026 ab. Büttner betonte bei der Vorstellung, dass die 2024 neu geschaffene Stelle notwendig sei und Antisemitismus in der Gesellschaft sichtbarer gemacht habe. Der Bericht zeichnet das Bild einer besorgniserregenden Entwicklung in Brandenburg, die weit über einzelne Vorfälle hinausgeht.

Im vergangenen Jahr befasste sich Büttner nach eigenen Angaben mit 534 Verdachtsfällen. Nach intensiver Prüfung wurden 116 Fälle an die Fachstelle Antisemitismus Brandenburg zur weiteren Bewertung weitergeleitet. Diese Fälle enthielten Hinweise auf Straftaten wie Beleidigungen, Bedrohungen, Sachbeschädigungen, Ausgrenzung und Angriffe auf jüdische Einrichtungen.