Bei einem Feuer in einem Waisenhaus in einem Vorort der algerischen Hauptstadt Algier sind laut Zivilschutz elf Menschen gestorben und mehr als 20 weitere verletzt worden.
Lage am Morgen
Das Feuer brach in den frühen Morgenstunden in einem Waisenhaus in einem Vorort von Algier aus, wie der algerische Zivilschutz mitteilte. Rettungskräfte waren auch Stunden nach der Meldung noch im Einsatz, um den Brand zu löschen und eingeschlossene Menschen aus dem Gebäude zu evakuieren.
Der Sprecher des algerischen Zivilschutzes, Karim Ben Fahsi, erklärte, dass mehr als 20 Menschen bei dem Feuer unterschiedlich schwere Verbrennungen erlitten hätten. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht und dort medizinisch versorgt.
Zur Ursache des Brands lagen zunächst keine Angaben vor. Die Behörden nahmen Ermittlungen auf, um den Hergang des Unglücks zu klären. Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren nach Angaben des Zivilschutzes noch während der laufenden Berichterstattung mit Löscharbeiten und Evakuierungen beschäftigt.
Ursache noch unklar
Bei dem Gebäude handelte es sich den bisher verfügbaren Informationen zufolge um eine Einrichtung, in der Kinder und Jugendliche ohne familiäre Anbindung untergebracht sind. Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs insgesamt in dem Haus aufhielten, ist bislang nicht öffentlich beziffert worden.
Der algerische Zivilschutz äußerte sich am Vormittag vor Pressevertretern und bestätigte die Zahl der Todesopfer und Verletzten. Nach Angaben von Beobachtern vor Ort loderten die Flammen über mehrere Stunden; dichter Rauch war in der Umgebung sichtbar.
Reaktionen und Ermittlungen
Die algerischen Behörden kündigten an, die Rettungsarbeiten fortzusetzen und das Gebäude nach dem Abschluss der Löscharbeiten eingehend zu untersuchen. Dabei sollen auch mögliche Sicherheitsmängel und die Einhaltung von Brandschutzvorschriften geprüft werden.
Regierungsvertreter zeigten sich bestürzt über das Ausmaß der Katastrophe und sprachen den Familien der Opfer ihr Beileid aus. Krankenhäuser in Algier richteten nach Angaben lokaler Medien zusätzliche Kapazitäten für die Versorgung von Verbrennungspatienten ein.
Die Nachricht von dem Unglück verbreitete sich rasch über nationale und internationale Medien. Hilfsorganisationen boten Unterstützung an; das genaue Ausmaß der benötigten Hilfe werde derzeit mit den Behörden koordiniert, hieß es aus Kreisen der Zivilgesellschaft.
