Der ehemalige US-Außenminister Antony Blinken hat beim Salzburger Gipfel der Industriellenvereinigung (IV) vor einer Eskalationsfalle im Iran-Konflikt gewarnt und Europa zu mehr Eigenständigkeit aufgerufen.

Warnung vor der Eskalationsfalle

Blinken sagte am Donnerstag, Trump sei derzeit in Bezug auf den Iran in einer "Eskalationsfalle" gefangen. Er begründete dies mit einem gewaltigen Munitionsproblem der USA und dem Wunsch des Präsidenten, einen Deal zur Beendigung des Krieges zu erreichen: "Wir haben ein riesiges Munitionsproblem, Trump will auch deswegen einen Deal, raus aus dem Krieg." Zugleich sei Trump "getrieben von Märkten und Munition". Blinken sagte, die iranische Führung habe "gelernt, zu leiden" und setze auf "horizontale Eskalation", also Angriffe auf Nachbarländer. Als zentralen Druckpunkt Teherans in Verhandlungen nannte er die Straße von Hormus.