Die Robert Bosch GmbH hat im Geschäftsjahr 2025 erstmals seit der Finanzkrise 2009 einen Verlust ausgewiesen. Das Unternehmen verzeichnete ein Minus von 400 Millionen Euro nach Steuern, wie aus den veröffentlichten Bilanzzahlen hervorgeht.

Finanzielle Einbrüche trotz Umsatzsteigerung

Trotz eines leichten Umsatzanstiegs auf 91,0 Milliarden Euro sank der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um etwa 42 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Diese Entwicklung markiert eine deutliche Verschlechterung der finanziellen Lage des Technologie- und Dienstleistungskonzerns. Ein Unternehmenssprecher bestätigte, dass zuletzt 2009 ein Verlust gemeldet worden war.

Die leichte Umsatzsteigerung konnte die Einbrüche in anderen Bereichen nicht kompensieren. Die Zahlen deuten auf strukturelle Herausforderungen hin, die über kurzfristige Marktschwankungen hinausgehen. Bosch steht damit vor einer der größten Bewährungsproben seit der globalen Wirtschaftskrise vor 17 Jahren.

Geplante Stellenstreichungen im Zulieferbereich

Als Reaktion auf die schwierige finanzielle Situation plant Bosch, in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Stellen im Zulieferbereich abzubauen. Diese Maßnahme soll die Kostenstruktur des Unternehmens nachhaltig verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Die geplanten Stellenstreichungen betreffen vor allem den europäischen Raum, wo Bosch traditionell stark vertreten ist. Die genaue Verteilung der Arbeitsplatzabbau-Maßnahmen über verschiedene Standorte und Tochterunternehmen wie die Hausgerätetochter BSH wurde noch nicht detailliert kommuniziert.