Ein serbisches Berufungsgericht hat am Montag die Einstellung des Strafverfahrens im Fall des Dacheinsturzes am Bahnhof von Novi Sad aufgehoben, sodass der frühere Bauminister Goran Vesić und fünf weitere Beschuldigte sich nun doch vor Gericht verantworten müssen.

Das Vordach des Bahnhofs im nordserbischen Novi Sad war im November 2024 eingestürzt und hatte zahlreiche Menschen unter sich begraben, 16 von ihnen starben. Er und zwölf weitere Verdächtige wurden später "wegen einer schweren Straftat gegen die öffentliche Sicherheit" angeklagt. Im Dezember 2025 entschied ein Gericht dann aber, dass das Verfahren gegen Vesić und fünf weitere Beschuldigte aus Mangel an Beweisen eingestellt wird.