An den Berliner Straf- und Zivilgerichten herrscht seit Montagmorgen ein nahezu vollständiger IT-Ausfall, der die gesamte ordentliche Gerichtsbarkeit betrifft und laut dem Deutschen Richterbund einen vorübergehenden Stillstand der Rechtspflege auslöst.

Seit dem frühen Montagmorgen können sich Richterinnen und Richter an den Berliner Gerichten nicht auf den Servern einwählen, die vom landeseigenen IT-Dienstleister ITDZ betrieben werden. Nach Angaben einer Sprecherin des Kammergerichts liegt seit 6.30 Uhr eine Großstörung vor. Die Senatsjustizverwaltung erklärte am späten Nachmittag, das Problem bestehe weiterhin und werde mit Hochdruck bearbeitet.

Wie die Senatsjustizverwaltung mitteilte, handelt es sich um ein Lizenzproblem für eine Schnittstellensoftware, die für das Einwählen auf die Server nötig ist. Das ITDZ verschickte am Mittag eine E-Mail, in der es hieß, das Problem sei identifiziert worden. Eine Lösung war bis zum frühen Abend jedoch noch nicht in Sicht.