Die deutsche Bundesregierung verfügt derzeit über Software-Verträge mit US-Technologieunternehmen im Gesamtwert von mindestens 8,35 Milliarden Euro. Dies geht aus aktuellen Daten hervor, die von zwei unabhängigen Quellen bestätigt wurden.

Höhe der Verträge und beteiligte Unternehmen

Oracle führt die Liste der Empfänger mit einem Gesamtvolumen von 4,69 Milliarden Euro an. Damit ist das Unternehmen der mit Abstand größte Profiteur der deutschen IT-Ausgaben. Auf Platz zwei folgt NetApp mit 1,13 Milliarden Euro, während Cisco mit 799,8 Millionen Euro den dritten Platz belegt. Adobe kommt auf 550,5 Millionen Euro, Hewlett Packard auf 374,9 Millionen Euro und Dell auf 335 Millionen Euro.

Microsoft hat direkte Verträge mit den Ministerien im Umfang von 51,5 Millionen Euro. Die Summe setzt sich aus mehr als 230 laufenden Einzel- und Rahmenverträgen mit US-Firmen sowie IT-Rahmenvereinbarungen des Beschaffungsamtes im Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums zusammen.

Struktur der Verträge und Hintergrund

Die 8,35 Milliarden Euro verteilen sich auf eine Vielzahl von Einzelvereinbarungen und Rahmenverträgen. Neben den direkten Verträgen mit den Ministerien spielen die IT-Rahmenvereinbarungen des Beschaffungsamtes eine zentrale Rolle. Diese ermöglichen es Behörden, standardisierte Lösungen zu beziehen, ohne jedes Mal neue Ausschreibungen durchführen zu müssen.