Bending Spoons sammelt 1,68 Milliarden Dollar beim Nasdaq-Börsengang ein
Mailand, 01 Juli 2026
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Kurzfassung
Das italienische Softwareunternehmen Bending Spoons hat seinen Börsengang an der Nasdaq oberhalb der ursprünglich angepeilten Spanne abgeschlossen und rund 1,68 Milliarden US-Dollar eingenommen. Mit dem Listing unter dem Tickersymbol „BSP" steigt der Marktwert des Konzerns auf etwa 18,4 Milliarden Dollar.
Mailand, 01 Juli 2026
Das Mailänder Softwareunternehmen Bending Spoons hat am Dienstag seinen Börsengang an der Nasdaq abgeschlossen und dabei rund 1,68 Milliarden US-Dollar (etwa 1,43 Milliarden Euro) erlöst.
Wie das Unternehmen mitteilte, wurde der Ausgabepreis auf 29 US-Dollar je Aktie festgelegt. Damit lag der Preis oberhalb der ursprünglich angepeilten Preisspanne von 26 bis 28 Dollar. „Das italienische Softwareunternehmen Bending Spoons hat seinen Börsengang in den USA oberhalb der ursprünglich angepeilten Preisspanne abgeschlossen und dabei rund 1,68 Milliarden US-Dollar (rund 1,43 Milliarden Euro) erlöst", hieß es aus dem Umfeld der Transaktion. Das hohe Interesse der Investoren gilt als Zeichen für die gesteigerte Nachfrage nach Technologiewerten in den USA.
Preis über der Spanne – hohe Nachfrage
Insgesamt wurden im Rahmen des IPO rund 58 Millionen Aktien angeboten. Davon entfallen etwa 34,4 Millionen auf neu ausgegebene Aktien des Unternehmens, der Rest wurde von bestehenden Anteilseignern verkauft. „sowie bestehende Anteilseigner verkauften rund 58 Millionen Aktien", geht aus den Unterlagen hervor. Auf Basis der in den Börsenunterlagen ausgewiesenen Aktienzahl wird Bending Spoons mit rund 18,4 Mrd. Dollar bewertet.
Der Handel an der Nasdaq Global Select Market unter dem Tickersymbol „BSP" soll unmittelbar nach Abschluss des Angebots aufgenommen werden. Es handelt sich um einen der größten Börsengänge eines europäischen Unternehmens in den vergangenen Jahren. Der Börsengang erfolgt in einer Phase, in der sich der US-Markt für Neuemissionen nach längerer Schwäche wieder belebt. „Vor allem Technologieunternehmen wagen angesichts einer verbesserten Marktstimmung und des anhaltenden Interesses an Künstlicher Intelligenz wieder den Schritt an die Börse", schreiben Beobachter.
Einer der größten europäischen Börsengänge der letzten Jahre
Zu den Konsortialbanken des Börsengangs gehören Goldman Sachs, JPMorgan Chase und Allen & Company. Sie begleiteten die Emission, die nach Unternehmensangaben deutlich überzeichnet war. „Dass der Ausgabepreis höher liegt, zeigt, dass das Interesse bei Investoren an Bending-Spoons-Aktien hoch ist", heißt es in Marktkreisen.
Bending Spoons wurde 2013 von Geschäftsführer Luca Ferrari und Mitgründern in Mailand gegründet. „Das in Mailand etablierte Unternehmen" hat sich auf die Übernahme und Modernisierung angeschlagener Softwarefirmen spezialisiert. Ferrari beschreibt das Geschäftsmodell als Mischung aus einem Private-Equity-Unternehmen und einem Technologiekonzern. Konkret sagte er: „Unsere Idee ist es, eine Mischung aus einer Private-Equity-Firma und Google zu sein."
Die Geschäftsstrategie folgt nach Angaben des Unternehmens einem dreistufigen Plan: Übernahme, Transformation und Reinvestition. „Das Unternehmen verfolgt eine Strategie, angeschlagene Softwarefirmen zu übernehmen, technologisch zu modernisieren und langfristig im Konzern zu halten", erläutert das Unternehmen. In der Transformationsphase führt der Konzern Personalanpassungen zur Senkung der Betriebskosten durch und passt die Preismodelle an, um die Erlöse zu steigern.
Bekannte Übernahmen der vergangenen Jahre umfassen die Notiz-App Evernote, die Dateitransfer-Plattform WeTransfer, die Videoplattform Vimeo, den Streaming-Technologieanbieter Brightcove, das soziale Netzwerk Meetup sowie das Internetportal AOL. Zu den bekanntesten Übernahmen der vergangenen Jahre zählen die Notiz-App Evernote, die Dateitransfer-Plattform WeTransfer, die Videoplattform Vimeo, der Streaming-Technologieanbieter Brightcove, das soziale Netzwerk Meetup sowie das Internetportal AOL.
Bekannte Übernahmen von Evernote bis AOL
Nach Unternehmensangaben werden die übernommenen Firmen nicht weiterverkauft. „Nach Unternehmensangaben werden die übernommenen Firmen nicht weiterverkauft", betont das Unternehmen. Allerdings gingen die Übernahmen mehrfach mit umfangreichen Restrukturierungen und Stellenabbau einher. „Die Übernahmen gingen allerdings mehrfach mit umfangreichen Restrukturierungen und Stellenabbau einher", räumen Beobachter ein.
Im März hatte Bending Spoons das oberösterreichische Unternehmen Tractive mit Sitz in Pasching übernommen. Der Kaufpreis lag nach Angaben aus den Börsenunterlagen bei rund 900 Millionen Dollar. Wenige Monate nach der Übernahme wurde mehr als die Hälfte der Belegschaft von Tractive entlassen. Diese Maßnahmen gehen häufig mit Qualitätseinbußen einher, und es werden zuvor kostenlose Funktionen reduziert, was bei langjährigen Anwendern zu Frustration führt.
Übernahme von Tractive und Stellenabbau
Das Wachstum des Unternehmens ist in den vergangenen Jahren rasant verlaufen. Die Zahl der monatlichen Nutzer von Diensten des Unternehmens ist den Angaben zufolge im Zeitraum von Dezember 2023 bis März 2026 von 111 Millionen auf 500 Millionen gestiegen. Im selben Zeitraum stieg die Anzahl der zahlenden Kunden von circa drei Millionen auf circa neun Millionen an.
Für das erste Quartal 2026 wies das Unternehmen einen Nettogewinn von 27,5 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 601 Millionen US-Dollar aus. „Für das erste Quartal 2026 wies das Unternehmen einen Nettogewinn von 27,5 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 601 Millionen US-Dollar aus", heißt es in den Unterlagen. Damit gilt das Unternehmen als profitabel.
Wachstum bei Nutzern und Kunden
Bei der jüngsten Finanzierungsrunde im Jahr 2025 war das Unternehmen noch mit rund 11 Mrd. Dollar bewertet worden. „Bei der jüngsten Finanzierungsrunde im Jahr 2025 war das Unternehmen noch mit rund 11 Mrd. Dollar bewertet worden". Durch den IPO stieg die Bewertung damit deutlich. Der Marktwert des Unternehmens liegt nun bei circa 18,4 Milliarden US-Dollar.
Seit November des Vorjahres hat Bending Spoons rund vier Milliarden US-Dollar in gezielte Übernahmen investiert. Das Unternehmen führt nach eigenen Angaben eine Liste mit mehr als 1.000 potenziellen Übernahmezielen. Künstliche Intelligenz ist ein zentraler Bestandteil der Produktentwicklungsstrategie des Konzerns.
Bewertung deutlich gestiegen
Das interne Team von Ingenieuren bei Bending Spoons ist unter dem Spitznamen „Spooners" bekannt. Das Geschäftsmodell von Bending Spoons basiert darauf, Softwareunternehmen aufzukaufen, diese umzustrukturieren und mit einem angepassten Preismodell weiterzubetreiben. Nach Unternehmensangaben werden die übernommenen Firmen nicht weiterverkauft.
In den IPO-Unterlagen weist das Unternehmen auch auf Risiken hin. „So führt das bestehende Geschäftsmodell beispielsweise zu der Schwierigkeit, attraktive Akquisitionsziele zu finden und erfolgreich in das Portfolio einzugliedern". Auch die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal auf einem wettbewerbsintensiven Markt stellt ein mögliches Problem dar. Dennoch gilt der Börsengang als Vertrauensbeweis der Investoren in das Mailänder Geschäftsmodell.
Risiken laut IPO-Unterlagen
Das Portfolio von Bending Spoons umfasst inzwischen AOL, Vimeo, Evernote, Eventbrite, WeTransfer und Brightcove. „Evernote, Komoot und Vimeo" gehören zu den bekanntesten Apps des Konzerns. Mit dem frischen Kapital aus dem IPO dürfte das Unternehmen seine Übernahmestrategie weiter fortsetzen.
Der Erlös aus dem Börsengang gibt dem Unternehmen zusätzlichen Spielraum für weitere Zukäufe und Investitionen in die Modernisierung seiner Software-Produkte. Branchenbeobachter sehen in dem Listing ein Signal für eine breitere Renaissance europäischer Technologieunternehmen an den US-Märkten.
Fragen & Antworten
Wer ist Luca Ferrari?
Luca Ferrari ist CEO von Bending Spoons. Er hat das Unternehmen 2013 gemeinsam mit Mitgründern in Mailand gegründet und beschreibt das Geschäftsmodell als Mischung aus Private-Equity-Firma und Google.
Wie viel Geld hat Bending Spoons beim IPO eingenommen?
Beim Börsengang an der Nasdaq wurden rund 1,68 Milliarden US-Dollar erlöst. Insgesamt wurden etwa 58 Millionen Aktien zu einem Preis von 29 Dollar je Aktie verkauft.
Welche bekannten Apps gehören zu Bending Spoons?
Zum Portfolio des Konzerns zählen unter anderem die Notiz-App Evernote, die Videoplattform Vimeo, die Dateitransfer-Plattform WeTransfer, der Streaming-Anbieter Brightcove, das soziale Netzwerk Meetup sowie das Internetportal AOL.
Bending Spoons IPO Nasdaq: 1,68 Mrd. Dollar erlöst | nachrichten360