Fast 80 Prozent der Bewerber in Deutschland berichten von zunehmendem Ghosting durch Arbeitgeber, während gleichzeitig die Mehrheit mehr Transparenz in Stellenanzeigen fordert, wie eine neue Umfrage zeigt.
Mangelnde Rückmeldung und Transparenz
Laut einer aktuellen Erhebung gaben 63,5 Prozent der Jobsuchenden an, im vergangenen Jahr keine Rückmeldung auf ihre Bewerbungen erhalten zu haben. Diese Praxis, auch als „Ghosting“ bekannt, hat bei fast 80 Prozent der Befragten zugenommen. „Die sich wandelnde Marktdynamik darf jedoch keine Entschuldigung für mangelhafte Rekrutierungspraktiken sein“, kommentiert Frank Heesgens, Geschäftsführer der Jobbörse Indeed, die Ergebnisse.
Besonders kritisch sehen die Befragten die fehlende Transparenz in Stellenanzeigen. 63 Prozent wünschen sich mehr Klarheit, vor allem bei Gehaltsangaben. Tatsächlich enthalten jedoch nur 11,5 Prozent der Anzeigen entsprechende Informationen, wie Indeed berichtet. „Personalabteilungen stehen in Zeiten wirtschaftlicher Instabilität unter erheblichem Druck“, heißt es dazu in der Studie.
Bürokratische Hürden und Folgen
Die Umfrage zeigt auch, dass der zeitliche und bürokratische Aufwand für viele Bewerber ein großes Hindernis darstellt. 41,5 Prozent der Teilnehmer nannten dies als größte Belastung. Oft müssen komplizierte Formulare sogar handschriftlich ausgefüllt werden, was viele abschreckt.

