APA-Comm-Analyse: Auch Österreich zählt im KI-Ranking zu den WM-Geheimfavoriten
Wien, 22. Juni 2026
Manfred Werner - Tsui / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0
Kurzfassung
Eine Analyse von APA-Comm hat führende KI-Modelle nach möglichen Überraschungsmannschaften für die Fußball-Weltmeisterschaft befragt. Österreich landet dabei auf Platz sechs und wird als Geheimfavorit eingestuft.
In einer Analyse des Medienbeobachters und PR-Dienstleisters APA-Comm haben führende KI-Modelle wie ChatGPT, Google AI Mode und Perplexity Österreich als Geheimfavoriten für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 eingestuft.
Methodik der APA-Comm-Analyse
In der über drei Wochen laufenden Untersuchung wurden den KI-Systemen alle zwei Tage insgesamt 25 Fragen zu möglichen Überraschungsteams vorgelegt, wie die Analyse zeigt. "Top-Favoriten auf den WM-Titel wurden in der Analyse bewusst ausgeklammert", heißt es in dem Bericht weiter. Stichtag für die Auswertung war der 10. Juni 2026.
Im Ranking der meistgenannten Überraschungsteams führt Norwegen mit insgesamt 548 Nennungen die Liste an. Direkt dahinter folgt Japan mit 547 Nennungen, womit die beiden Teams nahezu gleichauf an der Spitze liegen. Den dritten Platz belegt Marokko mit 529 Erwähnungen.
Die Spitze des Rankings
Auf den Plätzen vier und fünf liegen Kolumbien (357) und Ecuador (288). Österreich landet mit insgesamt 242 Nennungen auf Rang sechs und zählt damit nach Einschätzung der KI-Modelle ebenfalls zu den Geheimfavoriten des Turniers. Auffällig ist dabei, dass der Abstand zu den Spitzenplätzen deutlich ist, Österreich sich aber klar vor einer Reihe weiterer Nationen positioniert.
Die hohe Nennung Norwegens führen die KI-Modelle vor allem auf die individuelle Klasse rund um Erling Haaland sowie die starke Qualifikation zurück. "Bei Norwegen stehen vor allem die individuelle Klasse rund um Erling Haaland sowie die starke Qualifikation im Fokus der Antworten", so die Analyse. Haaland wird in den Antworten wiederholt als Schlüsselspieler identifiziert.
Das japanische Team wiederum überzeugt die KI-Systeme durch taktische Disziplin, technische Stärke und sein schnelles Umschaltspiel. Auch diese Attribute tauchen in den Antworten der Modelle regelmäßig auf und erklären die hohe Platzierung der asiatischen Mannschaft im Ranking.
In einer weiteren Auswertung erhielten die KI-Systeme 25 Fragen zu den Stärken des österreichischen Nationalteams. Dabei zeigte sich eine bemerkenswert hohe Übereinstimmung der Antworten der KI-Modelle. "Bemerkenswert ist hier die hohe Übereinstimmung der Antworten der KI-Modelle", heißt es in der APA-Comm-Analyse.
Stärken der österreichischen Mannschaft
Am häufigsten wurde das intensive Pressing als Stärke der Österreicher genannt, mit insgesamt 83 Erwähnungen. Damit ist das hohe Anlaufen die am klarsten identifizierte Stärke des Teams. Die gewonnene Qualifikationsgruppe wurde 74-mal als Stärke angeführt, was die Bedeutung des Gruppensiegs für die Wahrnehmung der Mannschaft unterstreicht.
Daneben nannten die Modelle regelmäßig die taktische Flexibilität des Teams, die hohe Laufbereitschaft und die Fähigkeit, auch gegen individuell stärker besetzte Mannschaften konkurrenzfähig zu sein. Eine klare Spielidee wurde 58-mal erwähnt, der Teamzusammenhalt 62-mal.
Die Analyse verweist ausdrücklich darauf, dass die Ergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren sind. "KI-Ergebnisse stets kritisch betrachtet und kontextualisiert werden, da KI-Systeme zu Halluzinationen neigen", schreiben die Autoren. Zudem zeichnen generative KI-Systeme nicht immer ein einheitliches Bild, ihre Antworten liefern aber Hinweise darauf, welche Bilder, Begriffe und Gewichtungen in diesen Systemen sichtbar werden.
Zur Vorsicht bei KI-Auswertungen
Die Studie selbst wurde vom Medienbeobachter und PR-Dienstleister APA-Comm durchgeführt. Über einen Zeitraum von drei Wochen wurden führenden KI-Modellen alle zwei Tage Fragen vorgelegt. Weitere Informationen zu den Ergebnissen veröffentlicht sport.ORF.at/fussball.
Im Vergleich der führenden Teams fällt auf, dass Norwegen, Japan und Marokko mit Nennungszahlen zwischen 529 und 548 sehr eng beieinander liegen. Österreich folgt mit einigem Abstand auf Rang sechs, hebt sich aber durch die Konsistenz der genannten Stärken von vielen anderen Teams ab.
Die Erwähnung des Pressings als häufigste Stärke zeigt, dass die KI-Modelle den österreichischen Spielstil besonders mit defensivem Vorwärtsverteidigen und aggressiver Balleroberung verbinden. Die taktische Flexibilität wiederum deutet darauf hin, dass die Modelle das Team als in der Lage sehen, sich an unterschiedliche Gegner anzupassen.
Einordnung der Ergebnisse
Auch die Fähigkeit, gegen individuell stärker besetzte Mannschaften konkurrenzfähig zu sein, wird von den Modellen als zentrale Eigenschaft hervorgehoben. Diese Wahrnehmung deckt sich mit der Einschätzung vieler Beobachter, die Österreich in den vergangenen Jahren eine wachsende Reife im Umgang mit vermeintlich übermächtigen Gegnern attestiert hatten.
Die Tatsache, dass die KI-Modelle bei der Bewertung Österreichs in vielen Punkten übereinstimmen, werten die Studienautoren als Hinweis auf ein relativ stabiles Bild des Teams in den Datenbasen der Systeme. Allerdings betonen sie, dass eine hohe Übereinstimmung nicht zwingend die Realität abbildet, sondern auch durch gemeinsame Trainingsdaten verzerrt sein kann.
Insgesamt positioniert die Analyse Österreich als einen ernstzunehmenden Kandidaten für eine positive Überraschung bei der Weltmeisterschaft, auch wenn der Abstand zu den absoluten Top-Teams Norwegen und Japan deutlich bleibt. Für die weitere Einordnung werden die tatsächlichen Auftritte des Teams im Turnierverlauf entscheidend sein.
Weitere Details zur Methodik der Analyse sowie zu den Antworten der einzelnen KI-Modelle sind unter sport.ORF.at/fussball abrufbar. APA-Comm will die Auswertung als Momentaufnahme der KI-Wahrnehmung verstanden wissen, nicht als Prognose für den Turnierausgang.
Fragen & Antworten
Wer hat die Analyse zu den WM-Geheimfavoriten erstellt?
Die Analyse wurde vom Medienbeobachter und PR-Dienstleister APA-Comm durchgeführt, wie es im Bericht heißt. Über einen Zeitraum von drei Wochen wurden führende KI-Modelle alle zwei Tage befragt.
Auf welchem Platz landet Österreich im KI-Ranking der Geheimfavoriten?
Österreich erreicht mit 242 Nennungen den sechsten Platz und liegt damit hinter Norwegen (548), Japan (547), Marokko (529), Kolumbien (357) und Ecuador (288).
Welche Stärken der österreichischen Mannschaft nennen die KI-Modelle am häufigsten?
Am häufigsten wurde intensives Pressing mit 83 Nennungen genannt, gefolgt von der gewonnenen Qualifikationsgruppe (74), dem Teamzusammenhalt (62), der klaren Spielidee (58) sowie taktischer Flexibilität und hoher Laufbereitschaft.
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