London, 14 Juli 2026

Andy Burnham hat sich im Rennen um die Nachfolge des britischen Labour-Chefs und Premierministers Keir Starmer die Unterstützung von weiteren Labour-Abgeordneten und damit einen uneinholbaren Vorsprung im Führungsrennen gesichert.

Im Verfahren um die Nachfolge des britischen Labour-Chefs und Premierministers Keir Starmer hat Andy Burnham sich die Unterstützung von weiteren Labour-Abgeordneten und damit einen uneinholbaren Vorsprung im Führungsrennen gesichert. Nach dem zweiten Tag von Nominierungen aus dem Kreise der Unterhausabgeordneten stehen am Montag 349 der 404 Labour-Mandatare hinter Burnham. Damit ist rein rechnerisch keine Gegenkandidatur mehr möglich, wodurch auch eine Urabstimmung der Labour-Mitglieder entfällt.

Der weiterhin einzige Kandidat um die Nachfolge Starmers erhielt bis Montagnachmittag die Stimmen von 349 der 403 Labour-Abgeordneten, wie die öffentliche Zählung der Partei zeigte. Da für einen Einstieg ins Rennen mindestens 81 Stimmen erforderlich sind, wäre es für jeden anderen Kandidaten unmöglich, die 81 Stimmen für einen Einstieg ins Führungsrennen zu bekommen. Die Nominierungsphase geht offiziell noch bis zum 16. Juli.

Hintergrund: Nominierungsregeln und Verfahren

Bereits im Vorfeld der Nominierungsphase war erwartet worden, dass Burnham der einzige Kandidat bleiben würde. Auch er wurde zuletzt als möglicher Konkurrent gehandelt und schloss eine Kandidatur bis vor Kurzem nicht gänzlich aus. Am vergangenen Mittwoch erklärte auch der frühere Verteidigungsstaatssekretär Al Carns, nicht um den Parteivorsitz kandidieren zu wollen. Sein prominentester Rivale, Ex-Gesundheitsminister Wes Streeting, zog sich nach dem Einzug Burnhams ins Parlament aus dem Rennen zurück.