Das ungarische Kernkraftwerk Paks hat nach Notmaßnahmen zur Sicherung der Kühlwasserversorgung die Stromproduktion wieder aufgenommen und fährt die Leistung der Reaktorblöcke schrittweise hoch.

Das Kernkraftwerk Paks, das einzige Atomkraftwerk Ungarns, war zuletzt wegen des niedrigen Wasserpegels der Donau vom Netz genommen worden. Da der Pegelstand für die Kühlwasserversorgung der Blöcke nicht mehr ausreichte, musste der Betrieb zwischenzeitlich eingestellt werden, um die Sicherheitsvorschriften einzuhalten.

Hintergrund: Warum das Kraftwerk vom Netz musste

Um die Wiederinbetriebnahme zu ermöglichen, griffen die Betreiber zu ungewöhnlichen Notfallmaßnahmen. Zwei rund 80 Meter lange Lastkräne wurden gezielt in den Fluss versenkt. Durch das zusätzliche Gewicht und die veränderte Strömung sollte der Wasserspiegel im Bereich des Kraftwerks künstlich angehoben werden. Parallel dazu begannen Arbeiten am Bau einer Sohlschwelle, wofür nach Angaben aus den Berichten rund 150.000 Kubikmeter Gestein bewegt wurden.