Das ungarische Kernkraftwerk Paks ist am Dienstag trotz des anhaltenden Niedrigwassers der Donau mit einer letzten Turbine in Betrieb geblieben, wie Energieminister Peter Magyar in Budapest mitteilte.
Donau-Wasserstand stabilisiert sich
Das Atomkraftwerk Paks (KKW), das normalerweise etwa ein Drittel des ungarischen Strombedarfs deckt, war in den vergangenen Tagen durch den sinkenden Pegel der Donau unter Druck geraten. Die Anlage nutzt Flusswasser zur Kühlung. Am Dienstagmorgen habe das Absinken des Wasserstands jedoch ein Ende gefunden, sagte Magyar laut der Agentur MTI. Der Pegel sei um 1,5 Zentimeter gestiegen.
Magyar erklärte, die Anlage könne "unter sicheren Umständen ihre letzte Turbine betreiben". Damit werde ein weiterer Betrieb möglich, bis entweder ausreichend Wasser zur Verfügung stehe oder die Behörden eine andere Entscheidung träfen. Das Kraftwerk verfügt über vier Reaktorblöcke, von denen in den vergangenen Wochen bereits mehrere wegen der Wasserknappheit heruntergefahren worden waren.
