Die ungarische Regierung lässt nach eigenen Angaben Lastkähne in der Donau versenken und eine Schwelle in den Fluss bauen, um den Wasserpegel für die Kühlung des Kernkraftwerks Paks zu erhöhen.
Hintergrund: Niedrigwasser und Kühlbedarf
Die ungarische Regierung reagiert mit der Maßnahme auf anhaltend niedrige Wasserstände der Donau. Das Wasser des Flusses wird zur Kühlung des Kernkraftwerks Paks benötigt, das einen großen Teil der ungarischen Stromversorgung deckt. Sinkt der Pegel im Sommer zu stark, besteht das Risiko, dass die Kühlleistung nicht mehr ausreicht.
Nach Angaben der Regierung in Budapest werden derzeit mehrere Lastkähne an strategischen Stellen der Donau versenkt. Sie sollen den Durchfluss bremsen und so den Wasserstand stromabwärts des Kraftwerks erhöhen. Ergänzend werde eine feste Schwelle in den Flusslauf gebaut, die dauerhaft für einen Mindestpegel sorgen soll.
