Die Österreichische Ärztekammer hat vor einem Engpass an Militärärztinnen und Militärärzten im Bundesheer gewarnt und auf eine bevorstehende Pensionierungswelle hingewiesen.

Aktuelle Lage und Pensionierungswelle

Bei einer Pressekonferenz am Dienstag sagten der Präsident der Ärztekammer, Johannes Steinhart, und Heeressanitätschefin Sylvia Sperandio, dass die derzeitige Personaldecke bei weitem nicht ausreiche. „Aktuell sind 170 aktiv", hieß es. Diese Zahl decke sich in etwa mit den jährlichen Abgängen, da „stehe eine Pensionierungswelle bevor". Die komplexe Sicherheitslage mache die Gesamtsituation noch heikler.

Sperandio betonte in einer Pressekonferenz am Dienstag, wie wichtig diese Berufsgruppe für die Zukunft Österreichs sei und verwies auf die Pläne für das Jahr 2032. Für das „Projekt 2032+" brauche es aber deutlich mehr Militärärztinnen und Militärärzte, als derzeit zur Verfügung stehen. Gemäß „Projekt 2032+" sollen beispielsweise mobile notfallchirurgische Einrichtungen bereitstehen, die in Verbindung mit Krankenhäusern und auch selbstständig operieren können.