Ägypten hat am Freitag im Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 Australien mit 4:2 nach Elfmeterschießen (1:1 nach 120 Minuten) besiegt und damit erstmals in seiner Geschichte eine K.-o.-Runde bei einer WM überstanden.

Der entscheidende Abend in Dallas

Vor 70.244 Zuschauern im Dallas Stadium setzte sich die Mannschaft von Trainer Hossam Hassan nach 120 Minuten und einem 1:1-Unentschieden mit 4:2 im Elfmeterschießen durch. Matchwinner war Hossam Abdelmaguid, der den entscheidenden Versuch verwandelte. Auf ägyptischer Seite verwandelten alle vier Schützen, darunter Kapitän Mohamed Salah, der seinen Strafstoß als Chip über den eingewechselten Mathew Ryan lupfte, den sogenannten Panenka. Bei Australien scheiterten Harry Souttar und der 18-jährige Lucas Herrington – Souttar schoss über das Tor, Herrington traf die Latte.

Frühe Führung, vergebene Riesenchance

Ägypten hatte die Partie früh unter Kontrolle gebracht. Bereits in der 13. Minute köpfelte Emam Ashour aus kurzer Distanz zur Führung ein, sein zweiter Turniertreffer nach dem Gruppenspiel gegen Belgien. Danach bestimmte der siebenmalige Afrikameister das Geschehen und hielt nach der Führung rund 66 Prozent Ballbesitz. Die erste große Chance der Partie allerdings hatten die Australier: Cristian Volpato, 22 Jahre alt, traf in der 5. Minute mit einem langen Schuss aus etwa 25 Metern die Oberkante der Latte.