Adidas-Chef Gulden: Über drei Millionen Deutschland-Trikots verkauft – mehr als dreimal so viel wie bei der WM 2022
East Rutherford, 25. Juni 2026
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Kurzfassung
Adidas-Vorstandschef Björn Gulden hat den enormen Zuspruch für das deutsche WM-Trikot bestätigt. Schätzungsweise mehr als drei Millionen Exemplare seien verkauft worden, rund dreimal so viele wie vor vier Jahren in Katar. Vor dem Gruppenfinale gegen Ecuador am Donnerstag in New Jersey blickt der Konzern auf einen ungewöhnlich starken Run auf das Jersey.
Adidas-Vorstandschef Björn Gulden hat vor dem abschließenden WM-Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador am Donnerstag (22.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) in East Rutherford bestätigt, dass vom Deutschland-Trikot der WM 2026 schätzungsweise mehr als drei Millionen Exemplare verkauft worden sind.
Bei einer Medienrunde in New York sprach Gulden von einer „unglaublichen Steigerung“ im Vergleich zur Winter-WM 2022 in Katar. Das aktuelle Heimtrikot erinnert optisch an das Modell der WM 1994 und ist nach Angaben des Adidas-Chefs weltweit ein Verkaufsschlager. Demnach habe der Sportartikelhersteller die Verkaufszahlen bei der laufenden Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko im Vergleich zum Turnier vor vier Jahren in etwa verdreifachen können.
Trikot-Verkäufe verdreifachen sich
„Wir sind super zufrieden mit den weltweiten Verkaufszahlen“, sagte Gulden demnach vor Journalisten. Auch das blaue Ausweichtrikot komme bei den Fans deutlich besser an als etwa das rosafarbene Trikot bei der Heim-EM 2024. Damit gehört das DFB-Jersey zu den meistverkauften Artikeln des Turniers. Adidas ist noch bis Ende 2026 offizieller Ausstatter der deutschen Nationalteams, ab 2027 übernimmt der US-Konzern Nike.
Parallel läuft die sportliche Vorbereitung auf das Gruppenfinale gegen Ecuador auf Hochtouren. Die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat sich nach Siegen gegen Curaçao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) bereits vorzeitig als Gruppenerster für die K.o.-Runde qualifiziert. Sportlich geht es am Donnerstag daher vor allem um Spielpraxis, Rotation und das Vermeiden weiterer Verletzungen.
Schlotterbecks emotionaler Abschied
Dabei schwebt der Ausfall von Nico Schlotterbeck wie ein Schatten über dem Lager. Der Innenverteidiger hatte sich beim 2:1 gegen die Elfenbeinküste einen Innenbandriss im linken Sprunggelenk zugezogen und ist für die restliche WM 2026 nicht mehr einsatzfähig. Über Instagram richtete Schlotterbeck einen emotionalen Appell an die Fans: „Lasst uns zusammenstehen und zeigen, dass wir in guten wie in schwierigen Momenten hinter dieser deutschen Mannschaft stehen und sie auf ihrem Weg zum WM-Titel unterstützen!“, schrieb er.
Mittelfeldspieler Nadiem Amiri zeigte sich auf der DFB-Pressekonferenz in Winston-Salem mitfühlend. „Das ist eine ganz bittere Sache“, sagte Amiri. Schlotterbecks Ausfall wiege schwer, gleichzeitig sei es wichtig, dem Verletzten „gesunden Abstand“ zu gönnen, damit er die Situation verarbeiten könne. Antonio Rüdiger lobte indes den künftig noch stärker geforderten Jonathan Tah: „Er ist der neue Chef. Jeder hat seine Zeit, jetzt ist seine Zeit.“
Regen, Reise und Pressekonferenz
Im Training mussten die Spieler am Dienstagmorgen heftigen Regen über sich ergehen lassen. Gut 20 Minuten ging es in Winston-Salem heftig herunter, im deutschen Basiscamp zogen dunkle Wolken auf. Erst gegen 22 Uhr Ortszeit, als gerade das Spiel Norwegen gegen Senegal endete, war südlich des Camps wieder ein Gewitter zu sehen. Der DFB-Tross reist am Mittwoch nach New York weiter, wo um 19.45 Uhr Ortszeit die offizielle Abschlusspressekonferenz mit Julian Nagelsmann und Deniz Undav ansteht.
Für Schlagzeilen sorgt unterdessen auch Stürmer Jamie Leweling vom VfB Stuttgart. Der 23-Jährige hatte nach der Zuteilung der Rückennummer neun angedeutet, sich im Falle eines deutschen WM-Titels die legendäre Dreiecks-Frisur des brasilianischen Superstars Ronaldo aus dem Jahr 2002 zuzulegen. „Wenn wir das Finale gewinnen, mache ich mir die Frisur auf jeden Fall – das ist ein Versprechen an Deutschland“, sagte Leweling. In den sozialen Medien veränderte er bereits sein Profilbild, zudem schenkte ihm Ronaldo ein signiertes Brasilien-Trikot.
Leweling und das Frisur-Versprechen
Die Begeisterung rund um das deutsche Team spiegelt sich nicht zuletzt in den Verkaufszahlen des Trikots wider. Nach Guldens Worten haben sich die Bestellzahlen im Vergleich zur WM 2022 etwa verdreifacht. Auch das Problem mit dem Buchstaben „V“ beim Trikotflock, das in den ersten Tagen des Turniers für Diskussionen gesorgt hatte, sei mittlerweile behoben, erklärte der Adidas-Chef. Das DFB-Jersey ist damit eines der auffälligsten Modestücke dieser WM.
Beim Spiel am Donnerstag in East Rutherford leitet die US-Amerikanerin Tori Penso die Partie. Sie hatte bei der laufenden Endrunde bereits das Spiel zwischen Tschechien und Südafrika (1:1) gepfiffen. Vor vier Jahren in Katar hatte die Französin Stéphanie Frappart das deutsche Spiel gegen Costa Rica (4:2) geleitet und sich damit einen Eintrag in den Fußball-Geschichtsbüchern gesichert.
Aus der Politik hat sich Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) angekündigt, die beim Gruppenfinale auf der Tribüne sitzen wird. Unterdessen bereitet sich auch Ecuador auf das Duell vor. In „Little Ecuador“, einem Stadtteil von Queens in New York, ist die Vorfreude auf das Spiel groß.
Im deutschen Lager richtet sich der Blick indes schon auf die K.o.-Runde. „Gelbe Gefahr“ – also eine Verwarnung mit Gelbsperre – droht den deutschen Spielern erst ab dem Viertelfinale. ARD-Experte Bastian Schweinsteiger empfiehlt dennoch mehr Rotation, auch auf der Torwartposition. Nagelsmann kündigte einen „Mix“ an und verwies auf einsatzbereite Spieler, die „heiß“ seien auf ihre Spielzeit.
Mit sechs Punkten und 9:2 Toren hat die deutsche Mannschaft nach zwei Spieltagen die beste Bilanz aller Teams. Hinter ihr folgen der mögliche Achtelfinalgegner Frankreich sowie die USA mit jeweils zwei Siegen und 6:1 Toren. Die Vorzeichen für das letzte Gruppenspiel könnten also kaum besser sein – auch wenn Schlotterbecks Ausfall die Stimmung etwas trübt.
Fragen & Antworten
Wie viele Deutschland-Trikots wurden laut Adidas bislang verkauft?
Adidas-Vorstandschef Björn Gulden schätzt, dass vom deutschen WM-Trikot 2026 mehr als drei Millionen Exemplare verkauft wurden – rund dreimal so viele wie bei der WM 2022 in Katar.
Warum fehlt Nico Schlotterbeck im weiteren Turnierverlauf?
Der Innenverteidiger zog sich beim 2:1 gegen die Elfenbeinküste einen Innenbandriss im linken Sprunggelenk zu und fällt für die restliche WM 2026 aus.
Wer pfeift das Spiel Deutschland gegen Ecuador?
Die US-Amerikanerin Tori Penso leitet die Partie am Donnerstag (22.00 Uhr MESZ) in East Rutherford; sie hatte bei dieser WM bereits die Begegnung zwischen Tschechien und Südafrika (1:1) gepfiffen.