Bei einer Kontrolle in zwei Lebensmittelgeschäften in Wien-Margareten wurden 725 illegal gelagerte Butangasflaschen entdeckt, die ein akutes Explosions- und Lebensrisiko darstellten.

Hintergrund

Die Lagerung von Gasflaschen unterliegt strengen Sicherheitsvorschriften. Normalerweise müssen sie in kühlen, trockenen und gut belüfteten Bereichen wie im Freien oder in speziell gekennzeichneten Räumen aufbewahrt werden. Wohn- oder Geschäftsräume, Treppenhäuser oder Flure sind dafür nicht geeignet.

Lagerräume für Gasflaschen müssen zudem gegen unbefugten Zugriff gesichert und entsprechend gekennzeichnet sein. Das Essen, Trinken und Rauchen in solchen Räumen ist strikt verboten. Die entdeckten Flaschen wurden jedoch im Eingangsbereich der Geschäfte gelagert, was gegen sämtliche Sicherheitsbestimmungen verstößt.

Entdeckung und Maßnahmen

Die illegal gelagerten Gasflaschen wurden während einer Kontrollaktion im Eingangsbereich der beiden Geschäfte entdeckt. Die Menge von 725 Flaschen entspricht etwa 164 Kilogramm Gas und stellte eine erhebliche Gefahr für Anwohner, Mitarbeiter und Gebäudenutzer dar.

Walter Hillerer, Leiter der Gruppe für Sofortmaßnahmen, betonte die Dringlichkeit der Situation: *"Aufgrund des hohen Risikopotenzials war ein sofortiges Einschreiten erforderlich und wird entsprechende Konsequenzen für die Verantwortlichen nach sich ziehen."* Die Entsorgung der Flaschen erfolgte in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Bezirksamt, der Wiener Polizei, der Feuerwehr Wien und der Feuerpolizei (MA 36).